Magic 95 - Pacers 87

Chance verpasst. Die Indiana Pacers haben mit ihrer Auswärtsniederlage gegen die Orlando Magic die 17. Niederlage im 19. Spiel eingefahren und obendrein die Teilnahme an den Playoffs verspielt. Damit verpasst Indianas Coach Rick Carlisle zum ersten Mal in seiner Karriere die Post Season, und die erfolgsverwöhnten Pacers müssen sich was einfallen lassen im Sommer - Larry Bird, du bist gefragt. Orlando, die ja so hervorragend in die Saison gestartet waren, haben von ihren letzten 8 Spielen 5 gewonnen, und sehen auch danach aus als wollten sie in die Playoffs - das kann über die Pacers nicht gesagt werden. Jermaine O'Neal kam in lädierten Zustand ins Spiel, und hat mal wieder bewiesen wie sehr diese Liga von der Physis bestimmt ist: wenn es irgendwo zwickt, bei Jermaine im Fußknöchel, spielst du nicht dein Spiel. O'Neal hatte am Ende 10 Punkte, aber bezeichnender sind seine 18 Wurfversuche bei nur vier Treffern und auch die acht Turnovers. Herz gezeigt hat Jamaal Tinsley mit 27 Punkten und 10 Rebounds bei 42 Minuten Einsatzzeit, aber Tinsley ist nicht der Spieler der in einer Begegnung die über die Teilnahme an der Postseason entscheidet, das Heft in die Hand nehmen kann, dafür gibts in Indie Nr. 7 - Jermaine O'Neal.
Im Mittelpunkt stand das Matchup zweier Stars, die nie auf dem College spielten: Dwight Howard und Jermaine O'Neal. In den Startaufstellungen gab es keine Überraschungen, aber beim Blick auf die Bank stellten sich zwei Fragen: kann JJ Redick seinen Aufwärtstrend halten, und bekommt Ike Diogu endlich mehr Spielzeit? Für Redick ging es gut aus, für Diogu nicht, denn dessen Einsatzzeit nach 48 Minuten summierte sich auf 0. Tinsley mit den ersten Punkten des Spiels, Howard meldet sich 20 Sekunden später für Orlando. Mit einem gefühlvollen Layup gleicht Hidayet Turkoglu zum 8-8 aus. Jermaine O'Neal mit viertem Ballverlust nach fünf Minuten, das ist nicht sein Abend heute Abend. Turkoglu mit ganz leichten Punkten gegen Dunleavy, die erste Hälfte des ersten Viertels ist geschafft. Weil O'Neal nicht ins Spiel findet, suchen die Pacers Tinsley und der macht seinen achten Punkt in Viertel 1. O'Neal macht seinem Frust mit zwei Fouls innerhalb von 5 Sekunden Luft, ab auf die Bank, was Howard mit seinem 218. Dunk der Saison zu nutzen weiß. Nach einem mittelschweren Run der Pacers geht das erste Viertel mit 27-26 an Indiana. Zähes Spiel, das dürfte knifflig werden.
Anfang des zweiten Viertels fängt sich Dooling sein drittes Foul ein, Pech!, Coach Hill sauer auf Referee. Arroyo findet den völlig freien Milicic, Dunk. 9:53 Nächster Block Howards gegen O'Neal, die beiden schenken sich nichts. 9:02 Granger bringt Pacers 32-30 in Führung. 8:41 Howard mit Dunk Nr. 219. Trevor Ariza mit mächtigem Dunk über Jermaine O'Neal, der versucht hatte das Offensive Foul zu ziehen. Das Publikum wird lauter, denn die Magic setzen sich ab, 11-0 Run der Magic. 4:14 Wegen drittem Foul muss O'Neal wieder auf die Bank, Minuten später wird ein dicker Eissack um seinen Fuß gewickelt - es zwickt wieder. Erste Halbzeit gewinnt Orlando mit 51-41, aus den 12 Turnovers der Pacers generierten die Magic 14 Punkte, das wird Carlisle nicht gefallen. Ungewöhnlich viele Schrittfehler (Traveling).
Beginn drittes Viertel. 9:00 Foster trifft völlig freistehend aus der Mitteldistanz. Pacers mit Run, Danny Granger läuft warm, Indiana kommt aber nicht näher als auf 3 Punkte ran. 1:45 Die Show des Grant Hill beginnt, er zieht in den letzten 90 Sekunden des dritten Viertels drei Fouls resp. sechs Freiwürfe. 0:54 O'Neal mit schmutzigem Foul an Howard, Ellbogen ins Gesicht, Howard hat zu tun wieder gerade aus zu schauen. Pacers strahlen keine Zuversicht, keine Sicherheit aus. Insgesamt nur 31 Punkte im dritten Viertel. Anfang des vierten Viertels trifft O'Neal den Fadeaway, hat aber offensichtlich Schmerzen, humpelt ans andere Ende - und bleibt im Spiel! Grant Hill dreht weiter an den Knöpfen, erzielt die Hälfte seiner 22 Punkte im letzten Viertel - echte Leadership. Endstand: Orlando 95 - Indiana 87. Indiana in desolatem Zustand, die Playoffs sind weiter weg als der Geburtsort Yao Mings - Shanghai.







































