- Season Preview der Dallas Mavericks.
MVP Dirk Nowitzki startet als Power Forward. Man darf gespannt sein, wie er das Saisonende verkraftet hat. War er doch derjenige, der von den Spielern die meiste Kritik einstecken musste. Er hat sicherlich eine schlechte Serie gegen Golden State gespielt, aber man wird dem ganzen nicht gerecht, wenn man nicht die hervorragende Defensivstrategie von Warriors Coach Don Nelson würdigt, der ihn permanent doppeln und trippeln ließ, so dass Nowitzki gezwungen war, ständig weiterzupassen, was ihn letztlich völlig aus seinem Rhythmus brachte. Nach mehreren Wochen Australien Urlaub erschien Dirk gut gelaunt im Trainingscamp der deutschen Nationalmannschaft und rein äußerlich waren keine unschönen Nachwirkungen sichtbar. Ansonsten muss man nicht mehr viele Worte über ihn verlieren. Nowitzki ist nach wie vor im Eins-gegen-Eins eines der härtesten Missmatches in der NBA.
- Wie schlägt sich der Champion in der neuen Saison?
Die Spurs haben mit Udoka eine dringend benötigte Alternative auf der Flügelposition dazugeholt. Ansonsten geht man mit dem eingespielten Team in die neue Runde, das in diesem Frühjahr Meister geworden ist. In Europa wartet dazu ein talentierter Draftee auf den Ruf in die Staaten. Alles wunderprächtig also! Wenn da nicht dieser Trade mit Houston wäre. Jedes andere Team (außer Dallas und Phoenix) wäre prima gewesen. Aber so spielen die Spurs mindestens viermal gegen einen talentierten, international erfahrenen Mann, der darauf brennen wird, dem Team, das ihn nicht wollte, gehörig in die Suppe zu spucken. Capspace hin oder her, so verstärkt man keinen direkten Konkurrenten um den Divisionssieg.
- Das schwere Erbe Allen Iversons...
Backcourt: Mit André Miller und Andre Iguodala das Prunkstück der Sixers! Während Miller die Ruhe in den Aufbau der Sixers bringt ist Iguodala meist für die Highlightplays zuständig. In der kommenden Saison ist Iguodala noch mehr Dreh – und Angelpunkt im Angriff der 76ers! „Iggy“ begrüßt die Tatsache: „Ich will Verantwortung übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Nur so können wir gewinnen!“. Schon jetzt redet er wie ein echter Vocal Leader. Iguodala kratze letzte Saison an 18/6/6 was für sein All – Around Fähigkeiten spricht. Diese Saison hoffen viele Fans auf eine Leistungsexplosion, und wer weiß, vielleicht klappt es sogar mit einer Nominierung zum All–Star-Game.
- Clippers reloaded
In der Draft sicherten sich die Clippers mit dem 14. Pick die Rechte an Al Thornton und mit dem 45. Pick die Rechte an Jared Jordan.
Thorntons Pick war für mich auf den ersten Blick etwas überraschend, schließlich hatte ich definitiv mit einem Guard gerechnet. Aber weder Crittenton noch Stuckey oder Young waren scheinbar gut genug für die Clippers, die sich mit Thornton einen Corey Maggette-Klon sicherten. Auf lange Sicht könnte das einer der besseren Moves von Baylor werden. Corey Maggette wird voraussichtlich spätestens im Sommer nächsten Jahres das Team verlassen und mit Thornton hat man schon den Nachfolger verpflichtet. Er ist ein Athlet vor dem Herrn und ein sehr guter Scorer. Schwächen hat er noch in der Defense aber er kann zumindest körperlich gegenhalten auf dem Flügel..
- Der Draft der Heat im Rahmen der Saisonvorschau noch einmal im Rückblick.
Der Draft verlief für die Heat nicht ganz so erfolgreich, wie man es sich zuvor vorstellte. Zwar kann man an 20. Stelle keine Wunderspieler erwarten, doch insgeheim erhoffte man sich, dass entweder Thaddeus Young, Javaris Crittenton oder Acie Law IV bis auf Position 20 durchrutschen würden, doch soweit kam es nicht. Die Hawks wählten an elfter Stelle Acie Law IV, die 76ers an zwölfter Thaddeus Young und vor den Heat sicherten sich die Los Angeles Lakers die Dienste von Javaris Crittenton. Man musste schnell umdenken und entschied sich für Jason Smith. Die Philadelphia 76ers drafteten danach an 21. Stelle Dequan Cook. Dies zu erwähnen ist von Bedeutung, da die beiden Franchises die Rechte an Smith und Cook untereinander tauschten und die 76ers zusätzlich noch einen Secondrounder für den nächsten Draft sowie eine unbekannte Menge Geld auf den Tisch legten. In der zweiten Runde hätten die Heat eigentlich gar nicht mehr draften dürfen, doch der Divisionsrivale aus Orlando wollte sich die Dienste von Stan van Gundy sichern, welcher allerdings noch bei den Heat unter Vertrag stand und entschädigte die Heat dafür mit einem Secondrounder. Dieser berechtigte Randy Pfund an 39. Stelle nochmals einen Spieler zu draften. Stanko Barac war der glückliche, wurde jedoch postwendend zu den Indana Pacers weitergetradet, welche für den jungen kroatischen Center einen Secondrounder für den Draft 2009 im Tausch nach Miami schickten.
- Anhaltende Unstimmigkeiten zwischen Clay Bennett und Seattle.
Wie den Lesern hier sicherlich bekannt ist, streiten die Stadt Seattle und die Besitzergruppe der Sonics nun vor Gericht darum, ob die Sonics noch die im Vertrag festgeschriebenen Jahre in Seattle bleiben oder ob sie aber eher gehen können, falls es kein Angebot für eine neue Arena gibt, der Clay Bennett zustimmt. U.S. District Judge Ricardo Martinez stimmte im ersten Fall für die Stadt Seattle und daher muss die Besitzergruppe nun in die nächste Instanz gehen, will man dennoch frühzeitig aus der Lease aussteigen. Falls man dies vor hätte, dann müsste man aber wohl auch einiges an Zeit mitbringen, denn ein Termin dort würde man wohl frühestens irgendwann im Jahr 2008 bekommen. Man muss nun hoffen das die Stadt Seattle nicht glaubt jetzt schon gewonnen zu haben und alle Fünfe wieder gerade macht. Nun ist die Zeit endlich eine Lösung zu finden und innerhalb kürzester Zeit diese zu präsentieren. Denn immer noch gilt, keine neue Arena = keine Sonics mehr in Seattle, wenn auch wohl erst ab 2010.
- Unangefochtener Star der Orlando Magic: Dwight Howard.
Auch nach der Verpflichtung von Rashard Lewis aus Seattle ist und bleibt Dwight Howard der absolute Star im Team. Howard hat das Potenzial, mal einer der ganz großen zu werden. Doch noch fehlt es dem streng gläubigen Big Man am guten Offensivspiel. Er bringt viel Power mit, die er bei Pick & Roll Spielen mit Jameer Nelson oder auch direkt unterm Korb für sich nutzen und ausspielen kann. So entstehen so ziemlich alle Punkte von D12 - nach krachenden Dunks. Wäre sein Wurf stabiler und seine Postmoves effektiver, wäre Howard ein richtiges Monster und an beiden Enden des Courts effektiv wie kaum jemand zweites. Defensiv ist Howard eine feste Größe im Team der Magic. Mit 12.3 RPG sowie 1.9 BPG zählte der wahre Slam-Dunk-Champion zwar nicht zu den zwei NBA-Defense-Teams, dennoch zeigte er, warum die Gegner sich vor dem sprunggewaltigen Big in Acht nehmen sollten.
- Carmelo Anthony 2007/08.
Carmelo „Melo“ Anthony wird wieder auf der Small-Forward-Position auflaufen. Melo war diesen Sommer wieder mit dem Team USA unterwegs und konnte erneut seine Scoringfähigkeiten unter Beweis stellen. Melo wird noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Zudem muss er seine Emotionen im Griff behalten. Ein Brawl war genug. Sollte Melo einen weiteren Schritt nach vorne machen ist von Anthony und seinem Scoring-Partner Iverson dieses Jahr einiges zu erwarten. Desweiteren hat Melo auch an seiner Defense gearbeitet. Sein Ziel sei es auf „All-NBA-Defense-Niveau zu verteidigen“, so Anthony. Man kann gespannt sein, wie er sich diesbezüglich präsentiert.
- Season Preview der Knicks.
Isiah Thomas brachte am Draft-Day einen lobenswerten Deal mit den Blazers zustande, da er für Gemüse, also Francis und Frye, Zach Randolph und Gemüse, also Dan Dickau und Fred Jones, erhielt. Zusätzlich erhielt man die Draftrechte an Demetris Nichols. Es bleibt abzuwarten, wie gut die beiden miteinander und mit dem Team harmonieren werden. Wenn alles gut geht, dürfte man nun einen der stärksten Frontcourts der NBA sein Eigen nennen, da mit Randolph und Curry gleich zwei starke Scorer unter der Zone agieren. Verschlechtert hat das Team dieser Draft auf jeden Fall nicht, es sei denn man sieht das ganze finanziell, da Randolph noch 4 Jahre mit seinem mit im Schnitt 15 Millionen Dollar dotierten Vertrag abgesichert ist, während Francis Vertrag nur noch 2 Jahre Laufzeit hat.
- Luol Deng 2007/08.
Luol Deng, der sich im Gegensatz zu Gordon aber überhaupt keine Sorgen über seine Zukunft machen muss. Die Verantwortlichen wären nicht bei Sinnen, wenn sie es auf irgendeine Art und Weise riskieren würden, den Sudanesen zu verlieren. Mit seinen blutjungen 22 Jahren ist er nicht nur der Star des britischen Nationalteams, sondern - für mich zumindest - bereits der wichtigste Mann in Skiles’ Roster. Kein Bull spielte eine derart konstante Saison. Er startete in allen 82 Spielen, sah die meisten Minuten (37,5), lieferte über seine sehr guten All-Round-Statistiken (19 PPG / 7 RPG / 52 % FG) hinaus erstmals die vorprogrammierte 1A-Defense und bewies in den Playoffs, dass er Franchise-Player, Go-to-Guy, Team Leader und X-Faktor in einer Person sein kann. Gilt weniger für die Serie gegen die Pistons, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Selbst Kobe Bryant hätte gegen diese Perimeter Defense ohne Anspielstation unter dem Korb nichts anrichten können. Wenn “Our Man From The Sudan“ an 06/07 anknüpft und sein Potential - das ihn schon bald in die Top 5 der Small Forwards katapultieren könnte - weiter ausschöpft, dürfte er GM John Paxson alles Geld der Welt wert sein.
- Das Warten hat sich gelohnt - die sehr gelungene Season Preview im Cavaliers Blog.
LeBron James. Es wäre müßig, James Vorzüge hier zum wiederholten Male in aller Ausführlichkeit aufzurollen. Er wird wieder bester Punktesammler und Passer, eine der höchsten Wurfquoten im Team haben, MVP-Kandidat und unangefochtener Leader in der Mannschaft sein und hoffentlich seine Frei- und Distanzwürfe etwas sicherer treffen. Ansätze in diese Richtung waren während der FIBA-Americas zu erkennen, als er irrsinnige 82.7% aus dem Feld und 62.2% von der Dreierlinie traf. Ach ja, nebenbei ist er natürlich auch noch bester Spieler seiner Position – aber daran ist man bei ihm ja schon gewöhnt.
- Vince Carter, Jason Kidd, Richard Jefferson & Co. 2007/08.
VC wird dieses Jahr weniger den Ball in den Händen halten und Spielzüge kreieren. Er soll mehr zum Catch-And-Shoot Scorer werden und sich in gute Wurfpositionen bringen lassen. Ein Resultat aus den verkorksten Spielen in den Playoffs gegen die Cavaliers, als Carter ein ums andere Mal im 1 gegen 1 scheiterte und die Nets ohne seine Ideen planlos und verloren wirkten. Nachdem er seinen neuen Vertrag (61,8 Mio für 4 Jahre) in der Tasche hat, lastet auch wieder ein großer Druck auf ihm. Wie schon angesprochen wird VC diese Saison aber seltener Isolation-Plays bekommen. Viel mehr soll er in freie Wurfgelegenheiten gebracht werden. Damit ist das Spiel auch nicht mehr so leicht auszurechnen und vor allem ist man nicht nur von VC’s Leistung abhängig. Bleibt zu hoffen, dass VC eine etwas konstantere Saison spielt wie noch 06/07. Aber gegen eine weitere 82+Playoffs Komplettsaison hat keiner was …
- Zur Rolle Andrea Bargnanis 2007/08.
Als C wird voraussichtlich Andrea Bargnani auflaufen. Er kam letztes Jahr als Rookie von der Bank und kam im Schnitt auf 11 Punkte und 4 Rebounds. Er ist ähnlich vielfältig wie Bosh. Er hat zwar noch nicht ganz die Power und Postmoves wie Bosh, aber dafür hat er einen besseren Schuss und haut kleineren Gegenspielern die Dreier ins Gesicht. Langsamere Spieler schlägt er ebenfalls wie Bosh mit seiner Schnelligkeit. Die große Frage ist wie gut er andere kräftigere Center verteidigen kann. 114 Kilogramm sind für einen 2,10m großen Spieler nicht unbedingt viel und er muss aufpassen dass er deswegen nicht in Foultrouble kommt.
- Auch bei den Indiana Pacers war eine Saisonvorschau fällig.
Ob er nun als Powerforward oder Center eingestuft ist, ist eher Nebensache. Tatsache ist, dass Jermaine O’Neal (fast) alles für die Rolle eines NBA Stars mitbringt. Leider ist dreierlei unklar. Erstens: bleibt er? Zweitens: bleibt er gesund? Und drittens: Führt er das Team an?
- Auffallend guter Frontcourt bei den Utah Jazz!
Gibt es eigentlich einen besser besetzten Frontcourt als den der Utah Jazz? Seit das Pistons-Triumvirat Wallace, Wallace und Prince auseinanderbrach muss die Antwort “Nein” lauten. Mehmet Okur ist (wie die Five schon festgestellt hat) der beste 2,11 Meter große Dreierschütze, der nicht Dirk heißt (38,4 Prozent 3er-%) und holte dazu noch 7,2 Rebounds pro Spiel. Carlos Boozer bewies endgültig, dass er die Kohle wert ist, die ihm die Jazz überweisen, trat in den exklusiven 20/10-Club ein und lieferte eine beachtliche Trefferquote von 56,8 Prozent. Andrei “Pogostick” Kirilenko macht eigentlich alles - Punkte, Rebounds, Blocks, Steals. Wo immer es etwas zu hüpfen gibt, Andrei ist schon da. Nominell also ein echt genialer Frontcourt. Aber wieso wurden die Jazz dann nicht schon in diesem Jahr Champ?
- Saisonvorschau New Orleans Hornets.
Chris Paul ist der beste Point Guard der NBA, der noch nicht seinen 30. Geburtstag gefeiert hat - und genauso wichtig ist er auch für die Hornets. Ohne Paul ist dieses Team nur die Hälfte wert. Nennt es den “Steve-Nash”- oder “Take-That-Effekt”. Der 22-Jährige vereint jetzt schon wie kein anderer Spielübersicht, den Sinn für den richtigen Pass, Führungsqualitäten und so langsam auch eine Scoring-Mentalität, die sich in einem starken Pull-Up-Jumper und extrem schnellen Zug zum Korb widerspiegelt. Paul kennt das System Scotts, er kennt seine Mitspieler, er weiß nach zwei Jahren in der Liga, wie man Spiele gewinnt. Ist dieses, mit Shootern bestückte Team, fit, so wird Paul am Ende der Saison an der 10 APG-Marke gekratzt oder sie gar überschritten haben. Unmöglich? Klar, wie das Chandler niemals in die Sphären eines Double-Doubles über eine Saison kommen wird (06/07: 9,5 PPG, 12,4 RPG). Zurück zu Paul: Auch wenn er diesen Sommer nach einer Fußoperation seinen Körper geschont und ausgeruht hat (kein Team USA), wird er sofort zum Beginn der Saison seine gewohnten Leistungen abrufen können. Defensiv mag Paul weiterhin etwas zu wenige Zentimeter vorzuweisen haben, doch dafür eine klasse Antizipation, flinke Hände und ein schnelles Umstellen von Defense auf Offense - und umgekehrt. Mehr muss über Paul nicht gesagt werden. Wer seine Stärken bislang noch nicht erkannt hat, muss blind sein. Oder Jazz-Fan. Wobei das ja im Prinzip das Gleiche ist.
- Grant Hill als Teil der Saisonvorschau der Suns.
Wie schon oben geschrieben wird Neuzugang Grant Hill auf der 3 starten. Sein Wurf ist jetzt nicht erste Sahne, aber auch er wird seine offenen Dreier treffen, die er auf jeden Fall bekommen wird. Am meisten freut mich aber, dass wir auf der 3 nun einen Spieler haben, der das Spiel erstklassig versteht und Nash auch entlasten kann. Im Notall kann er auch die 4 spielen im System der Suns. Nach Nash mit Abstand der beste Passer im Team. Ich bin gespannt.
- In der Verteidigung wird bei den Lakers auch 2007/08 wenig gehen.
DEFENSE! Das Team ist löchrig wie der schweizer Käse! Es gibt zwar ein paar Spieler, die eine anständige Defensive abgeben, z.B. Kwame Brown, Kobe Bryant, Andrew Bynum, aber insgesamt gehört das Team defensiv zu den schlechtesten der Liga. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, eventuell an der Strategie, da ist also der Coach gefragt. Ob das Problem die Spieler sind, bezweifle ich. Jeder Mensch kann verteidigen, er muss nur wissen wie. Eine weitere Schwäche: Verletzungen. In der letzten Saison war fast das ganze Team verletzt, manche sogar elend lange. Diesmal gibt es zwar keine Meldungen, in den über Spieler berichtet wird, die für die gesamte Saison ausfallen, aber was nicht ist, kann noch werden. Einige sind schon jetzt für eine gewisse Zeit weg vom Fenster, z.B. Lamar Odom. Außerdem sind zurzeit noch Kwame Brown, der zwei Operationen hinter sich hat, und Andrew Bynum angeschlagen, wobei der letzte mit Sicherheit von Anfang an spielen wird. Dazu kommt noch Chris Mihm, der lange Zeit verletzt war und immer noch nicht 100%ig fit ist, er ist aber mittlerweile außer Gefahr und wird langsam wieder in das Team einsteigen. Was an Verletzungen in der nächsten Saison noch kommen wird, will ich gar nicht wissen. Sollte sich die Situation aus der letzten Saison wiederholen, sehe ich schwarz für die Lakers.
- Stärken der Charlotte Bobcats 2007/08.
Teamgeist und Talent machen die Bobcats zu einem erfolgsversprechenden Underdog auf dem Sprung ins Konzert der Großen. Nach drei Jahren mit Mut zur Lücke, sind im Grunde jedoch erstmals alle Teile vorhanden, um daraus ein erfolgreiches Team zu bilden. Noch fehlt zwar nahezu allen Spielern die glorreiche NBA Vergangenheit und damit der ganz große Superstarstatus, doch da alle wichtigen Spieler im Alter zwischen 23 und 28 sind, könnte die Zukunft, wenn das Team als Ganzes funktioniert dafür mehr als entschädigen. Und JA die Saison 2007-08 ist bereits Teil der in dieser Saisonvorschau erhofften Zukunft.
- Weder Ron Artest noch Mike Bibby wurden getradet...
Die Tatsache, dass weder Ron Artest, noch Mike Bibby getradet wurden, ist, nun ja, ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann man es verstehen, wenn GM Geoff Petrie nicht dazu bereit ist zu einem Zeitpunkt, an dem der Wert der beiden so ziemlich den absoluten Tiefpunkt erreicht hat, eine Panikaktion zu starten und die Zwei, oder einen zumindest, deutlich unter Wert zu verkaufen. Allerdings ist der diesjährige Draft nicht viel schlechter als der letzte und ist gerade an den Positionen, wo die Kings ihre Spieler für die Zukunft noch nicht haben -PG und PF (ich meine, Justin Williams ist gut und schön, ich mag Justin Williams, ich würde ihm einen Schrein bauen, wenn ich nicht so faul wäre, aber er ist dennoch nicht Antwort als starting PF, da bräuchte es einen legitimen franchise player)- hat der Jahrgang so einiges zu bieten (Rose, Mayo, Beasley, Arthur, etc. pp.). Zudem scheinen Mike Bibby die vielen trade-Gerüchte nicht wirklich gut bekommen zu sein, zumindest wirkte er am Media Day leicht angefressen, was für die Teamchemie hinderlich sein könnte. Geläufigste Theorie: Die Spieler dürfen jetzt, unter einem hoffentlich kompetenteren coach, zeigen was sie drauf haben und ihren Wert steigern, damit sie dann zur deadline verschachert werden können…hoffen wir das Beste.
- Gilbert Arenas: der konstant unkonstanteste Star der Liga.
Dreh- und Angelpunkt in der Hauptstadt ist Gilbert Arenas. Der gelernte Off-Guard, welcher im Jordan’schen System den Aufbauspieler mimen kann, deutete im vergangenen Jahr bis zu seiner Verletzung an, dass er zu den besten Scorern in der NBA zählt und eine Mannschaft auf seine Schultern nehmen kann - allerdings nicht immer. Denn wo viel Licht war (60 Punkte gg. Kobe, Dreierbomben mit der Schlußsirene), war auch viel Schatten: Oftmals erschreckte er durch konstant unkonstante Leistungen, eine teilweise himmelschreiende Wurfauswahl mit beängstigenden Quoten und schwacher Defense. Um das nächste Level zu erreichen, muss Agent Zero diese Probleme in den Griff bekommen, so dass der selbst angekündigte “Take-Over” endlich vollständig über die Bühne gehen kann und GA sich unter den besten Spielern dieses Planeten etablieren kann.
- Ne Menge X-Faktoren in Oakland.
In dieser Kategorie gilt es die große Variable/Unkonstante im Spiel der Warriors, nennen wir sie spaßeshalber mal X, ausfindig zu machen, da diese einen entscheidenden Einfluss auf den Saisonverlauf der Franchise aus der Bay Area nehmen könnte. Meiner Ansicht nach beherbergt Golden States Kader dieses Jahr zwei größere Unbekannte, die den Ablauf der Saison 2007/2008 der Warriors mit Sicherheit prägen werden. Zum Ersten wären da Baron Davis’ Rücken und Knie stellvertretend für den Gesundheitszustand des Star-Point Guards. Sollte Davis tatsächlich aufgrund verletzungstechnischer Probleme über einen längeren Zeitraum ausfallen, würde die komplette Saisonplanung der Warriors ins Wanken geraten, da ein Ausfall Barons das Team aus den oben genannten Gründen dramatisch schwächen würde. Die zweite Unbekannte sehe ich im Frontcourt der Warriors. Hier stehen noch einige Fragezeichen im Raum, zu denen die passenden Antworten im Laufe der Saison von alleine kommen werden. Wie wird Brandan Wrights Rookiejahr verlaufen? Wie werden sich unsere Big Men gegen die Tim Duncans und Amare Stoudemires des Westens schlagen? Welchen Entwicklungsschritt hat Andris Biedrins in der Offseason gemacht? Fragen über Fragen und die Antworten werden hoffentlich zu Gunsten der Warriors ausfallen…
- Houston Rockets 2007/08.
Yao Ming hin oder her - Tracy McGrady ist und bleibt der Star des Teams. In den letzten Jahren konnte man immer die Abwesenheit eines Yao Ming durchaus verkraften solange T-Mac auf dem Parkett stand. Fiel jedoch Tracy für eine Weile aus schienen die Rockets hilflos und Yao konnte das Team nicht führen. McGrady ist und bleibt der unangefochtene Star und Leader des Teams. Er kann Spiele im Alleingang entscheiden und für das Spiel der Rockets immens wichtig.
- Ist mit den Pistons 2007/08 zu rechnen?
Während der letzten sechs regular Seasons gewannen die Pistons 50 oder mehr Spiele. Diese Serie wird sich auch in der kommenden Saison zweifelsfrei fortsetzen. Die Säulen im detroiter Spiel wurden gehalten und die Mischung aus jungen und alten Spielern motiviert den gesamten Kader. Detroit wird Höhen und Tiefen erleben und die starting Five wird einige Male wechseln, damit mit McDyess oder anderen Spielern mehr Erfahrung von der Bank kommen kann. Hamilton wird weiterhin Topscorer des Teams, während Wallace das Team im Rebounding, Blocken und technischen Fouls anführen wird. In den Playoffs wird es dann oftmals auch vom Gegner abhängen wie weit der Run der Pistons gehen wird. Auch wenn der Osten spielerisch nachgelegt hat, so wird in erster Linie kein Weg an Motown vorbei führen. Chicago ist jung und hungrig und neu in der Spitze, Boston hat die Big Three und neu in der Spitze, Cleveland ist LeBron und neu in der Spitze. Come on, we’re standing here for years. Come get us.