Kidd-Trade: Devean George hat ihn vermasselt
Ja, wir erleben gerade eine aufregende Zeit in der NBA. Und wir sind nun wieder mal sehr knapp an einem blockbuster trade vorbeigerauscht. Nur ein Ja! hat gefehlt. Devean George hätte einwilligen müssen, zusammen mit
Devin Harris, Jerry Stackhouse, DeSegana Diop, Maurice Ager und first round picks 2008 und 2010 sowie Cash
gegen
Jason Kidd und Malik Allen
von den New Jersey Nets getradet werden. Statt dessen gab es das Nein! von George, wozu dieser dank eines Vertragsdetails berechtigt ist. Dieser gescheiterte Deal fährt Mark Cuban und Avery Johnson doppelt in die Parade: einerseits, weil er nicht vollführt wurde, andererseits, weil AJs Bekenntnisse, er stehe zu seinem Team, nun noch weniger Authenzität ausstrahlen als rosa Lippenstift. Das folgende post game interview mit Zunichtemacher George stammt von letzter Nacht:
George weiß was ihn nun erwartet: er wird der bad guy sein, er wird die Medienprügel beziehen. Wenn ein nur durchschnittlicher Spieler einen derartigen Trade zerstört, ja nicht einmal der Spieler selbst, sondern sein Agent, dann muss das provozieren. Pikant: Devean George erzielte gestern während 33 Minuten Einsatzzeit 0 Punkte bei einer bemerkenswerten Quote: 0-11 FG. Nicht weniger pikant: erst vor einer Woche hatte George um einen Trade gebeten. Trotzdem finde ich Georges Aktion durchaus witzig (findet auch Craig Kwasniewski), man muss schon eine Hundeschnauze haben, um zuzubeißen wenn andere bellen. Es geht George nicht alleine um das Geld, es geht um konkrete Einsatzzeiten in New Jersey, denn die Nets sind mit Vince Carter, Bostjan Nachbar, Richard Jefferson usw. bereits vorzüglich besetzt auf Georges angestammter Position. Hingegen dürfte der Trade für Dirk Nowitzki bedeuten, seinen Führungsanspruch für diese Mavericks endgültig verwirkt zu haben. Welcher Trade eigentlich? Hinter den Kulissen wird weiter gewerkelt, Keith van Horn könnte aus der Leichenhalle gezogen werden um einen Trade ohne Beteiligung Georges zu vollbringen. Zwei bemerkenswerte, brandaktuelle Zitate, die mir in diesem Zusammenhang über den Bildschirm gelaufen sind:
Mark Cuban sagt klar, dass es mit den Mavericks so nicht weitergehe:
“For us to make the numbers work in a deal like that, we'd have to trade away half the team. We're not doing that, so it just doesn't work. And we like our team. We've got a lot of room for improvement and we hope to get better. But right now, I just don't see anything happening.”
Und Nets-HC Lawrence Frank verabschiedet sich schon mal in aller Öffentlichkeit vom künftigen HoF-PG:
“I love him. He's a very special person, but it's time for both him and the organization to part ways. We're giving up a Hall of Fame point guard and some good role players. If this deal goes through, we'll be receiving some very good players as well and a new era of Nets basketball will start because Jason is that significant a player.”
Wer sich jetzt noch beschweren möchte, dass dieser Beitrag etwas zerfahren sei, sollte mal einen Blick in meinen Reader werfen, da grassiert heute der Kidd-Wurm:










3 Kommentare:
Mir ist das ja echt mal egal, wieviel Sinn dieser Deal für Kidd macht, aber ich will, dass er nach Dallas geht. Dann spielen die beiden in einem Team, die ich im Moment am meisten supporte. Scheiß auf Erfolg und so. Krass ist echt, dass so eine Wurst wie George eine "No-Trade"-Regelung in seinem Vertrag hat. Aber schön, dass er die Eier hat, danach 0-11 zu werfen und sich kurz vorher noch über mangelnde Spielzeit beschwert. Die Frage ist doch, welches Team ihm überhaupt Spielzeit in einem größeren Maßstab geben würde.
oh man, merkt er nicht dass das team ihn nicht haben will? ich frag mich eigentlich was die agents überhaupt sollen. er muss doch selber für sich wissen wo er spielen will.vogel
"Krass ist echt, dass so eine Wurst wie George eine "No-Trade"-Regelung in seinem Vertrag hat."
Das ist keine No-Trade-Klausel, die hat nur Bryant.
Es ist einfach eine Regelung, dass Spieler, die einen garantierten Ein-Jahres-Vertrag bei einem Team abschließen, bei dem sie schon vorher unter Vertrag standen, Trades zustimmen müssen. Diesen Hinweis findet man bspw. auch in der ESPN-Trademaschine.
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