Donnerstag, 6. März 2008

Notiz

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Wie nba.com weiß, haben die Boston Celtics vergangene Nacht im Spiel gegen die Detroit Pistons einerseits ihren 47. Saisonsieg errungen, sich andererseits für die Playoffs qualifiziert - als erstes Team überhaupt. Derzeit wären in der Eastern Conference mit den Wizards, Sixers und Nets drei Teams auf den Plätzen 6-8 vertreten, deren Saisonbilanz unterhalb von 50% liegt, während sich in der Western Conference die Top-Teams gegenseitig auffressen: die derzeit achtplatzierten Golden State Warriors haben 61.7% ihrer Spiele gewonnen. Anders ausgedrückt: der Achtplatzierte der WC hat aktuell elf Saisonsiege mehr als sein Pendant in der EC (wer mit den vielen Zahlen nichts anfangen kann, sollte sich einfach zu Gemüte führen, dass die Dallas Mavericks sich momentan nur auf Platz 7 befinden). Wann hat es das das letzte Mal gegeben, dass alle Playoff-teilnehmer einer Conference mit +60% in die Postseason gehen? Ich weiß es nicht, allerdings dieses Jahrzehnt noch nicht, am nahsten dran war man 2000-01, wo immerhin sieben WC-Teams +60% schafften.

4 Kommentare:

Thorsten hat gesagt…

Wird echt mal Zeit, dieses alberne Ost-West-Prinzip aufzugeben und die besten 16 Mannschaften für die Playoffs qualifizieren zu lassen. Wer seine Division gewinnt, reiht sich unter diesen Mannschaften ein, es wird strigent 2-3-2 gespielt.

So langweilig wie die letzten Playoffs wirds dieses Jahr wohl nicht, aber trotzdem fände ich dies ein attraktives Konzept.

Jan hat gesagt…

Logistisches Problem. Die Road-Trips sind schon sehr anstrengend und es gibt in der NBA nur wenig Zeit für Trainingseinheiten. Würde man die Ost/West-Splittung aufgeben, wäre das alles nur noch schlimmer.

Was ich aber interessant an der Geschichte finde:

Es zeigt sich sehr deutlich, dass Konkurrenzfähigkeit analog zur Konkurrenzstärke ist. Oder anders ausgedrückt: je besser die Gegner, desto besser wird man selbst. Daher wird es meiner Ansicht nach auch schwer für den Osten aufzuholen. Selbst wenn die Ost-Teams besser managen, bessere Trainer holen und mal wert auf gute Point Guards legen würden.

Thorsten hat gesagt…

zur konkurrenzproportionalität: das stimmt! im osten gibt es momentan kein anlaß massig geld für seine konkurrenzfähigkeit auszugeben. die knicks machens zwar trotzdem, aber das ist was anderes. hätten die celtics nicht so massiv aufgerüstet, wäre lebron immer noch allein in cleveland.

zu den road-trips: da kommen mir ja fast die tränen, dass die armen spieler ein paar mal durch die usa reisen müssten. bei 2-3-2 sind es max. 4 flüge pro runde mit je 4,5 Tage zwischen hin- und rückflug. außerdem muss man auch bedenken, wie weit östlich so manche westmannschaft liegt. l.a. gegen new orleans oder l.a. gegen chicago, das ist schnuppe.

ich finde, da wäre wirklich was machbar! es kann doch nicht sein, dass die finals immer wieder zur langweiligsten runde überhaupt verkommen (1999-2004,2007: 4-0 oder 4-1).

Paul Niemeyer hat gesagt…

Zur Frage, ob sich das Playoffsystem ändern sollte, hatte ich vor 9 Monaten folgenden Forumsbeitrag verfasst:

Es ist nicht die Aufgabe David Sterns, die Teams einer Conference wettbewerbsfähig zu machen. Seine Aufgabe ist es, dass alle Teams 82 Spiele spielen, fertig. Da es heute, in einer Zeit blablabla in der sich LeBron James und Dwyane Wade nette SmS schreiben, bevor sie im Finale der Eastern Conference aufeinandertreffen (Playoffszenario hab ich mir ausgedacht) aufeinanderkrachen, eh keine echte Rivalitäten mehr gibt, warum soll auch diese durch das Playoffsystem bedingte Rivalität sich jetzt auflösen? Habt Ihr die Serie Dallas-San Antonio nicht auch liebgewonnen? Glaubt Ihr, DIrk NOwitzki wäre der Gleiche, wenn er sich nicht Jahr für Jahr Mitte Mai hätte schulen dürfen an Tim Duncan? Was ist mit dem Derby Nets-Knicks? Lakers-Clippers in Runde 2, so wie fast letzte Saison? Lassen wir den Osten im Osten, den Westen im Westen, ist für beide besser, und lässt sich auch mehr Geld mit verdienen (...) Wer behauptet, dass mit Oden und Durant ein zusätzliches Ungleichgewicht entsteht, sollte abwarten welche Verträge die beiden unterzeichnen, es muss ja nicht immer ein 4-Jahres-Vertrag sein (...) Auch der ganze Fantasy-ich-tippe-mich-Mitte-Januar-tot-wer-im-April-in-den-Playoffs-Runde-1-gesweept-wird-Schrott dürfte dann unangenehme Höhen erreichen, weil doppelt so viele Teams in den Topf potenzieller Playoffkandidaten fallen. Auch für die Spieler ist es angenehmer von Boston nach Detroit, als von Washington nach Seattle zu jetten. Und auch hätte da das All-Star-Game (Begegnung Ost-West) irgendwie an Hintergrund verloren. Was mich aber wirklich wundert ist, dass ja die Conferencen selbst, also in sich nicht ausgeglichen sind...und da soll alles zusammengelegt werden?! Come on.