Zehn Gründe für das Aus der Denver Nuggets
- Teamdefense DEN: die Lakers haben in jedem Spiel mindestens 102 Punkte gescort. Das Varianten forcierende Passspiel und die intelligent aufgebauten Laufwege der Lakers erwiesen sich als bahnbrechender X-Faktor. Zählt man Spiel 1 und 2 zusammen, kommen die Kalifornier auf sagenhafte 250 Punkte - dagegen besteht auch eine talentierte Truppe wie die Nuggets nicht. Das Talent der Nuggets bewertete Bryant nach Spiel 4 übrigens so:
They have a lot of talent. But a lot of times it's not necessarily the amount of talent you have on a team but it's the chemistry within that talent and how well you play together. I'm very fortunate to be on a team where everybody just meshes. We all jell together. We all work well with one another. And that's really the key.
- Der exzellente Start Pau Gasols. Der Weltmeister, der zuvor noch nie ein Playoffspiel gewinnen konnte, legte in Spiel Nr. 1 mit 36 Punkten und acht Assists persönliche Career Playoff Highs hin - immerhin gegen Marcus Camby.
- Kobe Bryant. Der Megastar ist und bleibt ein Playoffbiest. Für ihn fanden die Nuggets zu keinem Zeitpunkt eine Antwort. Auch die wechselnde Def-rotation, in der JR Smith sein Möglichstes tat, verpuffte im Katz und Maus Spiel des MVPs (in spe). Bryant hat zu den entscheidenden Runs die meisten Punkte beigesteuert und so den Nuggets eingebrannt: seht her, ich kann jederzeit scoren, gegen jeden Verteidiger. Die 49 Punkte aus Spiel bilden da das statistische Highlight.
- Der Game Changer. DEN hat zwar Allen Iverson, allerdings keinen Spieler, der ein Spiel drehen geschweige denn ein Comeback einleiten kann. Da helfen auch dämliche Fouls wie das von JR Smith gegen Luke Walton in Spiel 1 nicht. Im Weg steht den Nuggets hier auch ihr mangelndes Teamplay sowie die miserable Kommunikation auf dem Court.
- Die Wurfquoten Carmelo Anthonys: 36.4 FG% und 25.0 3p%.
- Energie von der Bank. Nichts gegen Nené, aber der Vergleich mit Luke Walton sollte klar machen, dass die Nuggetsbank weder vital noch gefährlich ist.
- Wechselnde Startaufstellungen. Trotz der Verletzungen sollten einem erfahrenen Coach wie George Karl es ist doch 82 Spiele reichen um das Problem im Aufbau zu lösen, oder? Und dass Anthony Carter nicht die Lösung sein kann, hat der Veteran mal wieder eindrucksvoll bestätigt.
- Fehlende Aggressivität. Die Nuggets können noch so viele Tattoos haben: das nötige Hustle erledigen auch die Hautaufdrucke nicht für sie.
- Der Halbzeitstand: in jedem Spiel führten die Lakers nach Halbzeit 1. Offensichtlich fand George Karl in der Kabine nicht die richtigen Worte, um seine unwilligen Stars zu motivieren.
- Der Stopper. Die Def- und Stoppqualitäten eines Kenyon Martin kamen in dieser Serie nur selten zur Geltung. Um Martin nicht aufzubauen suchte Bryant öfter das 1-on-1 gegen den ehemaligen No.1-Pick. Wenn hingegen ein härter rangenommener Pau Gasol nicht sein Passspiel hätte so entfalten können, hätten wir eine andere Serie gesehen.










1 Kommentare:
Tja, schon krass, dass das Duo A.I. und Melo schon wieder in der ersten Runde abgefrühstückt wird. Was hat man sich nicht alles von den beiden versprochen (siehe FIVE-Artikel in der letzten Ausgabe) und wieder reicht es nicht. Bin mal gespannt, inwiefern das Team umgebaut wird.
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