Zehn Gründe für das Aus der Houston Rockets
- Tracy McGrady leidet an Erstrundenimpotenz: in sieben verschiedenen Jahren hat der Cousin Vince Carters in Runde 1 gespielt, Runde 2 allerdings nie von innen gesehen. Vorzuwerfen hat sich T-Mac aber auch dieses Jahr nichts.
- Utah verfügt über eine sehr ausgeglichene Scoring-Struktur: so haben z. B. in Spiel Nr. 6 gleich sieben Spieler in double figures gescort. Houstons Scoring baut sich anders auf: erst kommt T-Mac und danach lange, lange nichts.
- T-Mac hatte zu viele Aufgaben, zeitweise musste er schwimmende Rockets in der Defensive und Offensive über Wasser halten bzw. schien die Paarung zwischenzeitlich Utah Jazz vs. Tracy McGrady zu lauten. So sagte er nach Spiel 2, angesprochen auf seine schwache Leistung im letzten Viertel:
I had no legs. I was on empty. Banging with Matt Harpring, trying to rebound, trying to make plays for my team, trying to score, playing 43 minutes. That's a lot.
- Die Jazz sind kräftiger gebaut. Sie mögen langweilig sein, aber auch robust. Sie waren, sieht man von McGrady vs. Brewer ab, bei allen Matchups überlegen. Das bessere Ballmovement hatten sie, ebenso die bessere Teamoffense. Sie haben keinen Spieler, der sich beim Werfen von Freiwürfen das Wort "overrated" entgegenbrüllen lassen muss. Der erste und einzige Heimsieg gelang ihnen.
- Zwar spielte Andrej Kirilenko eine sehr wechselhafte Runde Eins, allerdings wurde dies nicht wie noch letztes Jahr zum treibenden Thema. Der Jazz-Express hatte seine Ruhe, von Spiel Nr. 1 an wurden Boozer & Co. ihrer Favoritenrolle gerecht. Erfolg heilt alle Hunde oder wie heißt das Sprichwort mit den Karawanen?
- Unsicherheit auf der 1: Rafer Alston verpasste die beiden Auftaktspiele daheim, erweckte in den drei folgenden Begegnungen keinen sonderlich fitten Eindruck und musste dann im zweiten Viertel des letzten Spiels wiederum aufgrund einer Verletzung aufgeben. Damit hatte einerseits Deron Williams leichtes Spiel, andererseits musste Tracy McGrady oft den Aufbau übernehmen.
- Bobby Jackson spielte katastrophale Playoffs: 28.6 FG%, 20.8 3p%, nur 1x zweistellig gescort. Zusätzlich zu den Fehlwürfen sorgte er für wenig konstruktive Unruhe im Angriff der Raketen, er störte den Rhythmus seiner vier Kollegen mit dem Zeitpunkt seiner Einwechslung und sah mit seinem Bettelshot einfach nur alt aus.
- Nicht genug, dass der Frontcourt der Jazz dem der Rockets überlegen ist, legte Mehmet Okur zwei Monstergames hin: 16 Punkte und 16 Rebounds in Spiel 2, 14 Punkte und 18 Rebounds in Spiel 4. Okur trug so zum überlegenen Insidegame der Jazz bei.
- Die Jazz fuhren nach Spiel 2 mit sehr breiter Brust zurück nach Salt Lake City wohl wissend dass man acht der letzten 10 Spiele gegen die Rockets gewinnen konnte, gar vier in Folge im Toyota Center und wiederum in der Energy Solutions Arena die beste Bilanz überhaupt hat: 37-4. Zum Selbstvertrauen also gab's Grund genug, so sagte es auch Deron Williams:
It's great for us to come out the way we did and not settle for the one victory. We wanted to get both of them, get greedy. We've just got to go back now and take care of business.
- Deron Williams traf jede Menge Dreier (13) bei sehr guter Quote (13-22) und entschied mit diesem Instrument Spiel 6 fast im Alleingang.









