Mittwoch, 14. Mai 2008

Zehn Gründe für das Aus der Orlando Magic

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- Dieser 15-0 run im dritten Viertel von Spiel Nr. 4 sorgte nicht nur für den ersten Auswärtssieg innerhalb der EC sondern stellte den eigentlichen Durchbruch der Pistons ins Halbfinale dar: mit der Aussicht, drei Spiele in Folge gewinnen zu müssen, ging's für Magic in den fabelhaften Palace of Auburne Hills. Wer seinen Gegner so aufbaut braucht hat die Kelten nichts, d. h. alles verloren.


- Vom Halbgott zum Halbstarken: Dwight Howards Playoffbilanz nahm aufgrund einer Verletzung am linken Daumen eine Entwicklung steil nach unten. Im Vergleich zu Runde 1 büßte der 22-jährige in fast jeder Kategorie ein.


- Es mag sein, dass die Erfahrung in der ersten Runde der Playoffs keine Rolle mehr spielt. Danach aber weiterhin sehr wohl. Stellt man die Anzahl an Playoffpartien vor Beginn dieser Serie gegeneinander, erhält man folgende Matches: PG (9 ORL - 106 DET), SG (29 - 105), SF (53 - 103), PF (21 - 69), C (9 - 138).


- Brettstärke. Die Pistons hatten in keiner Begegnung Schwierigkeiten beim Def-Rebound.


- 71 von 112 oder nicht einmal 65% ihrer Freiwurfversuche setzten die Orlando Magic in die Ringmitte. Dwight Howard ging hier mit Negativbeispiel voran: 51.3%.


- Mismatch im Backcourt: von vielen befürchtet, scorten die beiden startenden Guards der Pistons ihre beide Gegenüber in allen fünf Begegnungen, d. h. auch nachdem Chauncey Billups durch Rodney Stuckey ersetzt wurde, aus.


- Physis. Keiner der Magic suchte den Kontakt zu seinem Gegenspieler. Während der angeschlagene D-How hier von der Kritik ausgenommen werden muss, hat sich für Orlando mal wieder gerächt, dass ihre beide besten Schützen, Lewis & Turkoglu, sich selbst keine Würfe kreieren sondern catch and shoot favorisieren, während Jameer Nelson zu klein ist um unberechenbare Würfe zu nehmen und wiederum auf der 2 nur Def-Guards mit dem Hang zu zuvielen Dreiern bereit stehen. Vielleicht war auch die monströse Inside Präsenz dafür verantwortlich, dass die Magic bei den Pistons kaum Fehler forcierten, die dann zu fast breaks hätten führen können - rennen sah man die Magic in Runde 2 selten.


- Rip Hamilton war der gefährlichste Scorer dieser Serie. Gegen ihn hatten die Magic kein Mittel, sowohl Keyon Dooling als auch Maurice Evans - beides mehr als durchschnittliche Verteidiger - versagten gegen den Mann mit der Maske.


- In nur einem Spiel gab es keinen einzigen Führungswechsel: Spiel 3, welches von Orlando gewonnen wurde. In den engen Begegnungen einer streckenweise emotional sehr wechselhaften Serie dominierten wiederum die Pistons. In diesem Zusammenhang Stan van Gundy nach Spiel 4:

From a coaching standpoint, we've had three end-of-the-game possessions in this series. And we haven't gotten a very good shot on any possession. So you've got to lay that on me.


- Die Pistons zeigten zu keinem Moment Respekt gegenüber den Magic. Wozu auch, hatten sie doch nach Spiel 2 ihr neuntes Spiel hintereinander gegen die Magic gewonnen. Die Dreier, die vom neuen MIP der Liga oder dem teuersten Spieler der EC versenkt wurden, gingen an den hart gesottenen Kolben vorbei, sie ließen sich im Aufbau ihrer sehr effizienten half-court Offense nur selten aus der Ruhe bringen. Dem Trash Talk der Detroiter übrigens hatten die Magic nur außerhalb des Courts etwas entgegenzusetzen, Rashard Lewis war hier der eifrigste Siegeversprecher.