Zehn Gründe für das Aus der Phoenix Suns
- Niederlage in Spiel Nr. 1. In einem der besten Playoffspiele der vergangenen Jahre versäumten die Suns den Paukenschlag, d. h. den Auftaktsieg in San Antonio. Was ein Auswärtssieg in Spiel 1 für den Verlauf einer Serie bedeutet haben zuletzt die Philadelphia 76ers bewiesen, die dank des Siegs in der Eröffnungspartie gegen die Pistons für weitere vier Spiele eine offene Serie hatten. Dass die Suns in Spiel 1 einfach Pech hatten tut zwar nichts zur Sache, sollte aber trotzdem erwähnt werden.
- Katastrophale zweite Halbzeiten. Die Suns haben die ersten vier zweiten Halbzeiten verloren und so den Spurs berauschende Comeback wins ermöglicht. Besonders grausam: der Einbruch in Spiel Nr. 3.
- Tony Parker. 41 Punkte in Spiel Nr. 3, Career-High. Wertvollster Spieler der Serie. Der Franzose hat von vielleicht allen Aufbauspielern der Liga den zwingendsten Zug zum Korb. Falls er den Layup nicht gehen kann, zieht er einfach seinen tödlichen Jump Shot. Er initiierte und steuerte die entscheidenden Runs. Steve Nash konnte gegen ihn in der Defensive keine Akzente setzen, überhaupt schien der Kanadier heftig angepisst, dass ihn sein Gegenüber mit einem hyperschnellen ersten Schritt des Öfteren aus den Sneakers fallen ließ. Gut möglich übrigens, dass Tony Parker im diesjährigen MVP-Voting erstmals vor Steve Nash landet.
- Leandro Barbosa. Was hat der Brasilianer in beiden letzten Jahren gegen die Lakers und Spurs nicht für Spiele abgeliefert! 2008 aber reichte es nur für 10.4 ppg, 34.5 FG%, 22.2 3p%, 0 Punkte in Spiel Nr. 2 - zu wenig, bedenkt man, dass Barbosa Phoenix' erste Einwechseloption ist.
- Fehlen einer zuverlässigen Scoring-Option. Die Suns mögen sieben Spieler haben, die jederzeit 20 Punkte oder mehr scoren können - aber garantieren kann das keiner von denen.
- Dass Raja Bell ein Stopper ist, sollte nach dieser Serie unter Mythos verbucht werden. Auch ein Mythos: jeder Sun kann treffen. Ebenso: Gordan Giricek ist ein Combo-Guard.
- Fast breaks? Fehlanzeige. Ich würde die Suns nach dieser Serie nicht mehr als schnelles Team bezeichnen.
- It's all about matchups! Das Duell auf der 1 ging überraschend klar nicht an Steve Nash. Amare Stoudemire legte wie erwartet gute Stats auf, tauchte aber zeitweise komplett ab. Damit hatte das Traumduo Parker/Duncan freie Bahn und leichtes Spiel.
- Trefferquote von außen: da hatten die Spurs in vier von fünf das bessere Zielwasser. Nur bei ihrer Niederlage in Spiel 4 lagen sie unter der Suns-Quote.
- Grant Hill. In einer physisch anspruchsvollen Serie sollte kein Spieler eingesetzt werden, der nicht zu 100% fit ist - außer er heißt Michael Jordan, Kobe Bryant oder LeBron James.










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