Bynum wird vergoldet, Maxiell versilbert
Jason Maxiell hat einer Verlängerung seines Vertrags um vier Jahre zugestimmt. Der Detroit Piston scheffelt dafür 20 Millionen $. Maxiell kann trotz seiner unscheinbaren 2.01m Power Forward und gegen klein geratene Center auf der 5 spielen. Trotz seiner 118kg verfügt er über eine beachtliche Beweglichkeit und Sprungstärke - das war zumindest immer mein Eindruck. In der letzten Saison setzte Maxiell - einer der jungen Wilden in Motown - seinen Aufwärtstrend fort, wusste mit 7.9 ppg und 5.3 rpg nun letztlich auch Pistons-GM Joe Dumars zu überzeugen. Langfristig dürfte bei Maxiell ein Double Double möglich sein. Und vielleicht auch der starting spot auf der 4, da sich Rasheed Wallace im letzten Jahr seines Kontrakts befindet und voraussichtlich nicht bleiben wird. Den Sprung in die S5 geschafft hat diese Saison übrigens ein anderer Piston-Youngster: Amir Johnson. Der sanfte Umbau dieses Championship-Rosters hat begonnen.
Auch die Lakers haben in die Zukunft investiert - bewegen sich aber sportlich und monetär in einer anderen Dimension: 58 Millionen $ wurden dem wahrscheinlich nur wenig wechselwilligen Andrew Bynum angeboten, um bis Juni 2013 dem spektakulärsten Klub der NBA erhalten zu bleiben. Für Jungmillionär Bynum ein merklicher Sprung, da er aktuell mit einem Jahressalär von 2.8 Millionen $ ausgestattet ist. Aber vielleicht möchte man von diesen Zahlen in Zeiten einer als international bezeichneten Bankenkrise nicht viel erfahren, oder? Oder was haltet Ihr davon, dass Bynum angeblich 17 Millionen $ wollte? Der Vertrag ist nicht schriftlich abgeschlossen, jedoch haben beide Parteien eine mündliche Vereinbarung getroffen. Diese Verlängerung betrifft auch Kobe Bryant, denn dessen Kontrakt beinhaltet eine Option, die den Megastar berechtigt, nach dem Ende dieser Saison bessere Konditionen auszuhandeln (Player Option). Und von Lamar Odom darf sich gedanklich bereits jetzt verabschiedet werden, denn will man ihn mit Ablauf dieser Saison weiter an die Lakers binden, müsste Mitch Kupchak den Cap in horrende Höhen schrauben - aber vielleicht werfen die Russen ein Auge auch auf Kalifornien?
UPDATE Im Rahmen der Recherche zu diesem Post habe ich einen sehr wertvollen Beitrag gefunden, der einerseits erklärt, warum Bynums Vertrag innerhalb der nächsten 24 Stunden fixiert werden dürfte, andererseits den Vergleich zu anderen Stars zieht:
Under the terms of the Collective Bargaining Agreement that rules NBA contract negotiations, the Lakers and Bynum have until tomorrow. Traditionally teams future (or existing) young stars are signed to an extension by the Oct. 31 deadline, it’s a sign of respect from the organization. Chris Paul, LeBron James and Dwyane Wade all signed extensions by that time. Wade and James also signed shorter three-year deals, making them unrestricted free agents earlier. Don’t get a deal signed and, well, ask Bulls fans how things are going with Ben Gordon.







2 Kommentare:
Frage mich, warum die Lakers nicht einfach die Saison abgewartet haben, damit Bynum sich die Kohlen verdient. Natürlich zeigt man ihm so das Vertrauen von Seiten des Clubs, aber da bleiben immer noch Fragezeichen hinsichtlich seiner wahren Leistungsfähigkeit.
Vielleicht mach's ich mir da zu einfach, aber ich denke, die wollen bei den Lakers einfach Ruhe haben und die Saison mit der Championship abschließen. Wenn ich mir vorstelle, dass Bynum mitten in den Playoffs verkündet, dass er bitteschön einen Max-Contract haben möchte, hm wie wäre das wohl für einen Lamar Odom gewesen, der seinen Abgang organisieren werden wird müssen?
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