Dienstag, 4. November 2008

Iverson gibt sich den Kolben - Notizen

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- so geht Rebuild auf hohem Niveau! - Jawohl.

- Nach der Verlängerung des Vertrags mit Jason Maxiell hatte ich am 30. Oktober geschrieben: Der sanfte Umbau dieses Championship-Rosters hat begonnen. An Sänfte ist nur wenig verloren gegangen, den Umbau lässt Dumars, der nun zum mächtigsten GM der Eastern Conference aufgestiegen ist, kühl weiterlaufen.

- Die - meinem bescheidenem Überblick nach - führenden deutschsprachigen Beiträge zum Thema sind nachzulesen im sportsreport:

Möglicherweise, und das ist sozusagen das spekulative Zubrot, wird Detroit sogar dieses Jahr durch Iverson’s frischen Wind in den Ost-Playoffs besser zu Recht kommen und um den Einzug in die Finals mitspielen. Damit ist auch schnell gesagt worin der Zugewinn für Allen Iverson steht. Er wechselt erneut zu einer Traditionsfranchise und verbessert zu dem seince Chancen auf einer erneute Finalteilnahme gegenüber dem Wahnsinns-Competition im Westen erheblich.

Außerdem in Blog-a-Nugget:

Auch wenn Iverson in Denver immer gern gesehen war, ein Fanliebling war (vorallem auch viele Fans nach Denver brachte) und immer sein letztes Hemd für die Nuggets gab, war es einfach an der Zeit für ihn zu gehen. Ich möchte hiermit noch ein letztes Mal meinen allergrößten Respekt an Allen zollen und mich bedanken für schöne zwei Jahre mit dem Duo Iverson und Anthony, das in der Regular Season stets zu überzeugen wusste, in der Preseason aber zum Versagen verurteilt war.

Und auch beim unvergleichlichen Jürgen Kalwa:

So viel steht fest: Der Mythos Iverson ist einfach nicht totzukriegen.

- Der Deal: Allen Iverson (33) wechselt für Chauncey Billups (32), Antonio McDyess (34) und Cheikh Samb (24) zu den Detroit Pistons.

- Wo war Billups bereits 1999-00 als Profi aktiv? Bei den Nuggets. An welchem College spielte er? University of Colorado. Wo ist Billups geboren? In Denver. Zack, das nenne ich einen Heimvorteil von Hause aus.

- Mr. Stuckey, Sie sind ab sofort Starter des fünffachen EC-Finalisten! Mark Warkentien, ein Executive der Denver Nuggets, sah in Stuckey gar den Schlüssel zum Trade: Two teams had one common problem, or challenge. I think the Pistons looked at Stuckey and saw him as the point guard of tomorrow, and you have an All-Star in Chauncey who was in his way. [...] We're just thrilled with the way J.R. [Smith] is progressing and he had a Hall of Famer in front of him. You understand the motivation of both teams. Allerdings besteht auch die Chance, dass Rip Hamilton und AI den neuen Backcourt der Pistons bilden.

- Der große Profiteur des Trades: Carmelo Anthony (Chad Ford sieht das ähnlich und hebt besonders die verbesserten Möglichkeiten Melos in der Midpost Area hervor). Und außerdem das Management der Nuggets, das seine Kostenreduzierungstour, angefangen beim Verschenken Marcus Cambys, fortsetzt.

- Phoenix, Portland oder Dallas - welches dieser drei Teams wird seinen Playoffplatz an Denver verlieren?

- Amir Johnson und Jason Maxiell: beide werden in Zukunft +20 Minuten spielen dürfen. Es sei denn, McDyess kommt in einem Monat wieder zurück nach Motown, denn The Nuggets are expected to waive the 34-year-old McDyess. McDyess has no interest in playing for any team other than the Pistons, meaning he could choose to retire or negotiate a contract buyout with Denver.

- Pistons-GM Joe Dumars darf sich nun zwei Jahre lang in Gerüchten sonnen, dass er im Sommer 2010 LeBron James verpflichten wird. Seinen Job hat er bis dahin jedenfalls sicher.

- Statt KEINEM Point Guard haben die Nuggets einen Starter auf der 1 & 2 sowie jeweils einen veritablen Backup auf der 1 & 2.

- Iversons Vertrag läuft mit Ablauf dieser Saison aus. Das tut niemandem weh.

- Iverson war nie in seiner Karriere von so guten Rollenspielern umgeben. Er ist nun go-to-guy in einem Team, das Ambitionen hegt, die EC-Finals 2009 zu erreichen. Die Pistons haben endlich einen Offensivspieler, der in 1-on-1-Situationen unberechenbar ist und ein Spiel jederzeit an sich reißen kann, einer, der LeBron James oder Paul Pierce oder auch Joe Johnson (?) in Spiel 7 die kalte Schnauze zeigt.

- Dumars ist mit dieser Transaktion einerseits kein (!) Risiko eingegangen, andererseits hat er für das Hier und Jetzt (AI > Billups) und gleichzeitig für die Zukunft (minus 34 Millionen $ Cap ab Juli 2009) gesorgt - ein Kunststück.

6 Kommentare:

Vince hat gesagt…

tolle Zusammenfassung!

das ist aber einer begeistert oder? ;)

ps: hat sich der Trade eigentlich angekündigt? im Vorfeld hatte ich bisher nichts davon mitbekommen.

Paul Niemeyer hat gesagt…

Hallo Vince, nein der Trade kam aus heiterem Himmel, allerdings waren die Pistons vor acht (!) Jahren schon mal ernsthaft an Iverson interessiert, es sollte einen 14-Spieler-Megatrade geben, der letztlich an Matt Geiger scheiterte. Ansonsten wäre noch zu erwähnen, dass Pistons-GM Joe Dumars nach dem Playoffaus gegen die Celtics angekündigt hatte, dass es von nun an keine heiligen Kühe mehr gebe, d. h. dass auch ein Billups/Hamilton/Prince getradet werden können. Hamilton übrigens ist weiter tradegefährdet - trotz Vertragsverlängerung. Sheed wohl nicht, da dessen Vertrag ausläuft.

Philipp hat gesagt…

Damit würde ich fast sagen, dass die Pistons 2010 das beste Grundgerüst bieten könnten, was für die hiesigen FAs sicherlich keine Nebensächlichkeit sein sollte ... und bis dahin kann man zumindest noch einmal versuchen, in den Playoffs zu überraschen.

soul bazaar hat gesagt…

Tja, Isiah Thomas, so geht Rebuild auf hohem Niveau!

andreas hat gesagt…

Arg geschickt von Dumars, wie ich finde. Daß Billups den Nuggets zu mehr Struktur verhelfen wird, glaube ich nicht. Anthony wird mehr ballern dürfen: das wird ihn freuen.
Nebenbei: schön, daß Du weitermachst, Paul! Habe Dein Blog im Sommer vermißt!

Sams hat gesagt…

Hmm, viele andere Franchises hätten niemals einen ehemaligen Finals-MVP getradet. Mutig und konsequent, muss man sagen. Die Fähigkeit von Dumars, aufstrebende oder woanders unglücklich versauernde Spieler zu einem neuen Ganzen zusammenzusetzen, ist ganz erstaunlich.
Ob Stuckey schon eine ganze Saison als starting point aushält, frage ich mich aber schon. Beim gestrigen Spiel (zugegeben - gegen Charlotte ...) habe ich Billups nicht unbedingt vermisst.
Iverson passt insgesamt gut nach Detroit - den werden sie dort lieben.