Freitag, 28. November 2008

Where stealing happens.

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Der Draft ist das Highlight einer jeden Offseason. Wochen vorher diskutiert die NBA-Gemeinde über die sinnvollsten Picks. Von Paul Niemeyer bis Bill Simmons, jeder Autor hat seinen persönlichen Mockdraft. Und obowohl zu jedem Spieler hunderte Scouting-Berichte angefertigt und sogar die Stats aus dem ersten Spiel für die Krabbelgruppe hervorgekramt werden, fallen immer wieder Spieler durch das Raster der allgemeinen Öffentlichkeit, die wenige Monate später eben dieser Öffentlichkeit den Ausruf "Steal" entlocken.

Auch in dieser jungen Saison gibt es wieder einige Überraschungen. Ein kurzer Überblick.


George Hill -26th Pick- 10,3 Punkte / 3,2 Assists / 3,1 Rebounds / 1 Steal

In San Antonio ist die Steal-Dichte so hoch, dass man nicht mehr von Zufall sprechen kann. Im Jahre 1999 sicherten sich die Spurs die Rechte an Manu Ginobili gegen Ende der zweiten Runde, an Stelle 57! Zwei Jahre später wurde Tony Parker als 28. Pick in die Liga geholt. Zwei Spieler, die zu Superstars wurden und die für die Franchise zwei Meisterschaften holten.
Parker und Ginobili haben auch einen großen Anteil an der schnellen Entdeckung des jüngsten Erfolgs der Spurs-Scouting-Abteilung. Denn nach den Verletzungen der zwei Leistungsträger und einem 2-5 Start kehrte in San Antonio die Ratlosigkeit ein. Greg Popovich war also dazu gezwungen die Verantwortung neu zu verteilen. Nachdem er George Hill in den ersten beiden Spielen noch auf der Bank sitzen ließ, schenkte er dem 22-jährigen ein 15-minütiges NBA-Debüt. Er dankte es ihm mit 11 Punkten. Von da an stand hinter Hills Namen nie wieder das bestrafende "DNP". Mittlerweile stand der Rookie aus IUPUI 6mal in der Starting Lineup und trug einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Spurs 7 der letzten 8 Spiele gewannen. Im imposanten Sieg gegen die Jazz scorte der Point Guard 23 Punkte in 22 Minuten. Gegen die Bulls war er mit 19 Punkten, 11 Rebounds, 4 Assists und jeweils 1 Block/Steal der beste Spieler auf dem Platz.
Doch langsam kehren die Verletzten zurück. Hills Spielzeit wird das in jedem Fall wieder etwas reduzieren, aber zusammen mit Roger Mason hat er den Spurs in einer echten Krise neue Energie eingehaucht. Die Erkenntnisse aus dieser Phase könnten wertvoller nicht sein. Schlagartig wird die veraltete Bank aufgefrischt. Finley und Vaughn können sich schonmal ein paar neue Anzüge kaufen.


Mario Chalmers -34th Pick- 8,9 Punkte / 4,5 Assists / 2,8 Rebounds / 2,1 Steals

Es gibt sicher leichtere Jobs in der NBA als den des leitenden Regisseurs einer sich neuformierenden Franchise. Es braucht viel Ruhe, Gelassenheit und einen hohen Basketball IQ. Eigenschaften, die man häufig den erfahrenen Spielern zuspricht. Umso erstuanlicher ist es, dass bei den Miami Heat momentan ein Rookie aus der zweiten Runde diesen Job übernimmt. In jedem Spiel ist Mario Chalmers bisher gestartet. Natürlich zahlt der College-Champion noch Lehrgeld und Performances wie gegen Houston (5-10 3er -> 23 Punkte) sind nicht die Regel, aber das bisher gezeigte übertrifft trotzdem die Erwartungen. Mit 9 Steals stellte er sogar einen neuen Franchise-Rekord auf. Miami wird an ihm noch viel Freude haben.


Anthony Morrow -undrafted- 11,6 Punkte / 3,4 Rebounds / 53 % Dreierquote

37 Punkte. Nie hat ein undrafted Rookie mehr Punkte in einem Spiel erzielt. Diese Bestmarke stammt vom 15 November diesen Jahres. Aufgestellt von Anthony Morrow. Nach dessen 37-Punkte-11-Rebounds Performance (15-20 Shooting) wurden die Scheinwerfer einige Tage auf die Warriors gerichtet. "Who is this guy?", fragte sich die Basketballwelt, sich schämend so einen Spieler übersehen zu haben. Anthony Morrow hat am Georgia Institute of Technology vier Jahre lang guten aber unauffälligen Basketball gespielt. Der Draft kam, aber keiner interessierte sich für den 23-Jährigen Shooting Guard und seine 11 Punkte im Schnitt. Doch Morrow ergatterte einen Platz im Summer League Team der Warriors und wurde zu einem der auffälligsten Spieler. Er bekam einen Vetrag,Baron Davis ging und Monta Ellis krachte mit einem aufgemotzten Mofa (or whatever) in irgendein Hinderniss. So fand er am 15.11. seinen Weg in die Starting Five.
Gleich im nächsten Spiel erzielte er 25. Mittlerweile ist es wieder ruhiger um A-MO geworden. Jamal Crawford hat die Schlagzeilen übernommen. Doch Morrow ist immernoch Teil der Rotation und eine Unterstützung für die Warriors-Don Nelson sieht in ihm sogar den "real deal"-und daher gehört er für mich ganz klar in diese Liste. Allerdings sollte er nicht mit Marco Bellinelli abhängen.. ;)


Ausserdem gehört noch Luc Mbah a Moute, der 37. Pick der Bucks in diesen Post. Der Rookie aus UCLA legt 9,1 Punkte und 7,20 Rebounds. Ich muss allerdings gleich los und daher muss er sich mit einer Erwähnung zufrieden geben.
Zum Abschluss ein kleiner Vergleich, um diese ganzen Statistiken einzuordnen. Letzte Saison wurde Al Horford zweiter im Voting für den Rookie of the year. Mit 10,1 Punkten im Schnitt..

Donnerstag, 27. November 2008

17 Minuten.

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Nur 17 Minuten stand Lebron James im gestrigen Spiel der Cleveland Cavaliers gegen die farblosen Oklahoma Thunder auf dem Court. Nie waren es weniger. Nur einmal, am 29. Dezember 2004 gegen die Houston Rockets spielte James ebenfalls nur 17 Minuten. Eine Gesichtsverletzung zwang ihn auf die Bank. Doch im gestrigen Spiel war James nicht verletzt. 10 Punkte in 9 1stQuarter-Minuten standen auf dem Statsbogen bevor Lebron es sich auf der Cavs-bank bequem machte. Bis zur Halbzeit saß er da und erfreute sich am Spiel seiner Kollegen.
Denn auch ohne ihn dominierten diese die gesichtslose Franchise aus Oklahoma.

Diese 17 Minuten sind der symbolische Ausdruck der Clevelandischen Stärke. Noch nie in der Geschichte des Teams sind die Cavs so gut in eine Saison gestartet (12-3). Sie sind zuhause ungeschlagen (8-0) und haben den stärksten Kader seit Lebron in der Stadt ist. Und dann sind wir auch schon bei King. Lebron James wird diese Saison MVP. Da bin ich mir sicher.

27,9 Punkte / 7,20 Rebounds / 6,3 Assists / 1,9 Steals / 0,9 Blocks
Seine Statsline ist beeindruckend. Der Teamerfolg ist unübersehbar. Kobe Bryant hat schon.
Platziert eure Wetten ;)

Hallo..

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..werte NBA-Kokolores-Leser,
mein Name ist Nico und ich möchte mich euch als neuer Autor dieses Blogs vorstellen. Manche mögen meine gedanklichen Ergüsse rund um die NBA schonmal verfolgt haben, denn bis vor einiger Zeit äußerte ich mich in unregelmäßigen Abständen auf nbaobsession.de unter dem Synonym 'JaCa'.
Als ich allerdings vor Kurzem einige Einstellungen auf der Datenbank meines Servers vornehmen wollte, wurde mein Blog bis zur Unkenntlichkeit enstellt. Der Versuch das Chaos in den Griff zu bekommen resultierte im völligen Kollaps von Wordpress.
Nun stand ich da. Ohne Blog. Mit einer neuen NBA-Saison.
In der Katastrophe erblickte ich die Chance. Schon lange hatten Paul und ich darüber nachgedacht zusammen zu bloggen. Nachdem sich mein Blog also in Bits und Bites aufgelöst hatte, erschien es mir deutlich sinnvoller Paul zu fragen ob er noch Interesse an einer Zusammenarbeit hättte als wieder eine eigene Seite zu bauen.
Paul willigte sofort ein und here we go.
Im folgenden ein paar Worte, um mich als Autor und Basketballfan charakterisieren zu können:

Ich habe kein ausgesprochenes Lieblingsteam, weil mich an jeder Mannschaft irgendwas stört. Mal sind es verschiedene Spieler, der Coach, mal der GM oder einfach das Design der Trikots :) .
Natürlich will ich, dass D(irk)allas so erfolgreich wie möglich spielt, aber ausser Nowitzki und Antoine Wright gibt es an dieser Franchsie nichts was mir irgendwie Spaß macht. Dass man Harris abgegeben hat, halte ich für den einzigen Grund warum man kein Contender mehr ist.

Ich habe zwei ausgesprochene Lieblingsspieler. Derrick Rose und Danny Granger. Letzteren fand ich immer sympatisch. Es war schön zu sehen wie er immer besser wurde und nur die Chaoten von Artest bis O'Neal ihn daran hinderten, dass er das Zepter übernehmen konnte. Diese Saison ist er der Go-to-Guy und könnte sogar Allstar werden..
Derrick Rose sah ich vor zwei Jahren bei Youtube. Er zerstörte irgendein High School Team. Es war um mich geschehen. Ich habe ihn bei den Tigers intensiv verfolgt und mich gefreut, dass Chicago ihn gedraftet hat. Allerdings nervt mich tierisch, dass man es bei den Bulls versäumt hat die richtigen Trades zu machen..

Soviel erstmal von meiner Stelle.
Wir werden sehr bald voneinander hören!

Donnerstag, 13. November 2008

Zwangspause verlängert :-/ ...

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...und zwar bis 1. Dezember. Sorry.

Nichts für ungut, aber diese Woche bin ich täglich bis zu 18 Stunden arbeiten - da bleibt keine Zeit für Bloggen. Ab Montag bin ich wieder da. c u

Freitag, 7. November 2008

Tony Parker ist ein Scorer

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Es gibt nicht viel, was mich mit den San Antonio Spurs verbindet. Aber es gab da den Wunsch, dass Tony Parker ein +50 Spiel hinlegen werde - dies hat er nun in einem etwas größeren Format (55 Punkte) gegen die Minnesota Timberwolves getan. 36 Würfe nahm der Franzose in dieser Begegnung - genau so viele wie die übrigen Starter seiner Mannschaft zusammen. Die 55 Punkte markieren ein persönliches Career High sowie die individuelle Bestleistung diese Saison. Parkers kühler Kommentar nach dem ersten Saisonsieg:

I just wanted to win so bad. I was going to try to do everything I can. It's just one of those games. Everything you do, it works. ... Obviously, everybody knows if I make my jump shots, I can do whatever I want. Tonight was just one of those games that everything was working.

Und da liegt der Punkt: Tony Parker hat einen Jump Shot. Und nicht nur mit diesem, sondern auch mit seinem stilprägenden Pick and roll auf Tim Duncan, seiner Slashing-Mentalität, seinem nur wenig bekannten, aber fabelhaften Crossover, seinen Respekt einflößenden, mit beiden Ellbogen vorströmenden, das Defensivfoul provozierende Chaostrips direkt unter den Korb, seiner wahnwitzigen Körperkontrolle beim zweiten Schritt, der netten Hangtime, dieser Affinität einen Fast Break anzunehmen und zu exekutieren, dieser unbezwingbare Layup, überhaupt diese heimliche, aber doch sehr bestimmte Arroganz, die er ausstrahlt - - ich möchte sagen, dass Tony Parker ein verdammt guter Scorer ist. Übrigens kann Parker auch dunken. Fehlt nur noch das richtige Team. Und eine Gattin, die anspruchsvolle Rollen spielt.

Da waren's nur noch vier

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Die Detroit Pistons, Atlanta Hawks, Utah Jazz und LA Lakers haben eins gemeinsam: sie wurden in dieser Regular Season noch nicht bezwungen. Die Detroit Pistons konnten sich zuletzt sogar ohne Allen Iverson gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Raptoren aus Kanada durchsetzen. Für den neuen Head Coach Michael Curry ein denkbar guter Einstand. Drei der vier ersten Gegner wurden unter 100 Punkten gehalten, während die Pistons selbst in jeder Partie 100 Punkte oder mehr erzielten. Richard Hamilton scheint auch diese Saison wieder Top-Scorer in Detroit zu werden, Rasheed Wallace - übrigens unzufrieden mit dem Trade von Teamkapitän Billups - liefert gewohnt solide Kost in der Defensive, Rodney Stuckey erhält nach dem Abgang von Billups ca. +15 Spielminuten und Walter Herrmann feierte mit seinen 16 Punkten gegen die Wizards einen persönlichen Großerfolg. Ob die Pistons wohl ein ernsthafter Contender sind? Wären heute Playoffs, dürften sie von Platz 1 in der EC starten. Allen Iverson wird's freuen, nicht mehr UM sondern IN den Playoffs kämpfen zu dürfen. Ich meine, dass es für eine Prognose zu früh ist, abzuwarten ist das Debüt Iversons und inwieweit er das Spiel der Pistons öffnet. Ein Fragezeichen steht auch hinter der sicher geglaubten Rückkehr Antonio McDyess', denn ausgerechnet der letztjährige Gegner in den EC-Finals hat Interesse an den Diensten des Routiniers gemeldet: folgt McDyess dem Ruf des Erfolgs (Celtics), dem der Heimat (Pistons) oder doch dem Geld (anderes Team)? Abwarten. Notiz: markantes Statement von Joe Dumars zum Trade Iversons:

I can tell you this, the salary-cap issue was a secondary motivation for us. We would not have made this trade for any player less than Iverson. We would not have made a trade for a lesser player just to save money. But the fact that we covered ourselves on both sides of the coin was key. We got an impact player and we took care of our cap for the long term and rarely do you get deals like that.

Die Hawks setzen ihre erfreuliche Entwicklung, die ihren vorläufigen Höhepunkt in der 7er-Serie gegen die Celtics hatte, fort: mit 3-0 führen die jungen Falken die Southeast-Division an. Joe Johnson spielt groß auf, mit durchschnittlich 28 Punkten und zwei Dreiern pro Begegnung liefert der SG exzellente Werte - das sehen auch seine Teamkollegen so und wischten deshalb halbseriöse Vorwürfe, JoJo sei kein Führungsspieler, vom Teller. Der junge Frontcourt um Horford, Williams und Smith hat die hoch gesteckten Erwartungen bislang nicht erfüllen können, insbesondere beim Sophomore Horford hoffe ich auf mehr Aktivität unterm Korb. Die Saison aber ist noch sehr jung, Marvin Williams sieht trotzdem einen entscheidenden zu 2007/08 und zwar gegenseitiges Vertrauen:

If you ask me that’s the biggest difference between last year and now. We trust each other, and [Hawks captain and All-Star] Joe [Johnson] really trusts us. It’s got to be hard when you’re a veteran, an All-Star, playing with young guys. But he stuck with us last year and now he’s trusting us more than ever and that makes us even more dangerous.

HC Mike Woodson stimmt zu und sieht das neu gefundene Vertrauen als sicheres Indiz eines Reifeprozesses. Als Mike Bibby beim Sieg gegen die New Orleans Hornets durch Flip Murray ersetzt werden musste, holten die Hawks mit Hilfe des Reservisten die entscheidenden Punkte. Woodson nach dem Spiel:

That’s the ultimate sign of trust to me. That’s huge. And it doesn’t matter who is in the game. When you get to that point, where you trust each other, where you realize we didn’t even have our point guard in the game. How much trust is that? And you had guys stepping up making plays. That’s the sign of a team that’s growing.

Sollten die Hawks Konstanz in ihren Def-Rebound bringen, zu jedem Zeitpunkt eines Spiels aggressiv zu Werke gehen und mehr Methodik in ihre Offensive bringen, sind sie sicherer Playoffteilnehmer.

Die Lakers könnten die Celtics bereits am Ende der Saison einen inoffiziellen Titel abgenommen haben: winningest team 2008/09. Mehr als 60 Siege werden es sicher. Die Gründe sind vielfältig und jeder für sich genommen ein Grund dafür, weshalb die Kalifornier Titelfavorit #1 sind: eine enorm tief besetzte Bank; ein sehr großer, ballsicherer, flinker Frontcourt; ein dies- und jenseits des Courts antreibender Kobe Bryant, der bislang durchschnittlich nur 33 Minuten, d. h. fünf Minuten weniger als letzte Saison, ran muss; das Selbstbewusstsein; diese unverkrampfte Rivalität innerhalb der Mannschaft, insbesondere auf der 1 zwischen Derek Fisher und Jordan Farmar. Etc. Die Lakers sind derzeit der best funktionierendste NBA-Verein - beeindruckender Beweis dafür: der 38-Punkte-Sieg im Derby gegen die LA Clippers. In eigentlich allen Power Polls nehmen die Lakers den ersten Platz ein. Den ersten Härtetest wird es am Sonntag gegen die Rockets geben.

Bei den Utah Jazz hat Jerry Sloan morgen die Möglichkeit, durch einen Sieg gegen die Oklahoma City Thunder den 1000. win seiner Karriere einzufahren - zum Vergleich: Spurs-HC Popovich müsste weitere sieben Jahre bei jeweils 53 Siegen pro RS coachen, um diese Marke zu erreichen. Ihre 4-0-Bilanz haben die Jazz ohne Deron Williams erreicht, der 24-jährige PG hat Beschwerden am Fußgelenk und wird derzeit vertreten von Ronnie Price, der zwar keine Akzente setzt, aber - sieht man von der desolaten Wurfquote beim Three ab - auch keine Fehler begeht. Mit der Rückkehr Williams' wird für nächste Woche gerechnet. Andrej Kirilenko übrigens spielt, wenn es so weitergeht, seine beste Saison seit vier Jahren - ob der Trend beim Russen anhält, wenn Williams wieder das Spiel aufbaut? Außerdem ist noch auf ein Detail hinzuweisen, welches die Jazz als Spitzenteam qualifiziert: fünf ihrer Spieler punkten zweistellig, und sobald Williams wieder einsatzbereit ist, dürften es ein halbes Dutzend ihrer Art sein. Für die Jazz die beste individuelle Leistung in dieser Saison brachte bisher wohl Paul Milsap, der im Spiel gegen die LA Clippers innerhallb von 4 Minuten und 10 Sekunden 15 Punkten scorte und damit sein Team zum Erfolg hievte.

Donnerstag, 6. November 2008

Die NBA braucht keinen Präsidenten...

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...und trotzdem wurde genau der gestern gewählt und zwar von DIME: Kobe Bryant. Dessen Staff setzt sich wie folgt zusammen:

- Vizepräsident: LeBron James. Allein aufgrund seiner Fanbasis und dem simplen Fakt, sieben Jahre jünger zu sein als Mr. President. Sollte sich ein griechischer Verein doch dazu bereit erklären, Kobster 50 Millionen $ pro Jahr hinzublättern, wäre LBJ zur Stelle.

- Landwirtschaftsminister: Josh Howard. Dass der Maverick über ganz besondere Pflanzenkenntnisse verfügt, hat er diesen Sommer bewiesen.

- Innenminister: Shaquille O'Neal. Träumt Diesel nicht schon lange davon, Polizist zu werden? Herzlich willkommen im dazugehörigen Ministerium.

- Justizminister: Ron Artest. Seine Erfahrungen im Bereich Gängelung durch Disziplinarstrafen sind unübertroffen.

- Verteidigungsminister: Dwight Howard. Eines Tages wird D-How zum DPOY gewählt werden. Die Ernennung zum D-Minister versteht sich so von selbst.

- Energieminister: Nate Robinson. Allein mit diesem Dunk könnte man den Central Park eine Woche lang flutlichten.

- Finanzminister: Bruce Bowen. Ein guter Finanzminister sollte ein Schweinehund sein können.

- Kriegsveteranenminister: Sam Cassell. Scheint, dass die Celtics in näherer Zukunft nicht mit Cassell planen - Zeit, die Zelte in der Politik aufzuschlagen.

Kompakt: alle Vorbehalte gegenüber Joe Johnson

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Oder wie ein anonymer NBA-Scout den Star der Atlanta Hawks, Joe Johnson, vor dieser Saison einschätzte:

Who is their [Hawks] lead player? Joe Johnson tends to not take the last shot as much as you’d expect from a franchise player. You can tell a lot about him from his decision to go to a losing team by leaving a team that could’ve paid him good money and helped him win a championship. He hasn’t done much in recent years to change that opinion. I’ve watched them play a lot, and he’s a talented kid. But I’m not a fan. He’s a good third player on a contending team. But he’s not the guy you build around.

So funktioniert die NBA, Teil 13

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Was macht ein 53-jähriger, erfolgreicher NBA-Coach, der sich ein Jahr Auszeit gönnt/gönnen muss? Flip Saunders, bis zum 3. Juni 2008 Head Coach der Detroit Pistons, nutzt die Freizeit so:

You sit back and kind of evaluate what people are doing, both from a college and pro standpoint, and maybe that helps solidify the things you were doing and maybe believing even more in what you were doing. You always miss (coaching) as far as not having a team, but probably not as much because of my mind-set going into this year that when this thing happened in Detroit, I wasn't going to do anything or pursue anything going into this year. My mind-set was maybe to take a step back a little bit.

Der Lacher der Woche: we're talking about practice - again [2:00]

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[via]

Mittwoch, 5. November 2008

Iverson in Blau-Rot-Weiß - so sieht das aus:

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[guckst du bitte hier original]

Dienstag, 4. November 2008

Live: Houston Rockets - Boston Celtics.

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Die Transaktionen der letzten Tage: bei welchem Team ist was passiert?

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- Washington Wizards: setzen die Option auf ein drittes Vertragsjahr bei Nick Young (23, SG) und Oleksiy Pecherov (22, PF-C) um.

- New York Knicks: entlassen Patrick Ewing Jr. (24, PF).

- New Jersey Nets: setzen die Option auf ein viertes Vertragsjahr bei Josh Boone und auf ein drittes Vertragsjahr bei Sean Williams (22, PF-C) sowie Yi Jianlian (21, PF) um; Maurice Ager (24, SG) hingegen wird nach dieser Saison voraussichtlich Free Agent, denn seine Option nehmen die Nets nicht wahr.

- Miami Heat: entlassen David Padgett (23, PF-C) und Jason Richards (22, PG). Nehmen die Option auf ein drittes Jahr mit Daequan Cook (21, SG) wahr.

- Detroit Pistons: verlängern den Vertrag mit Jason Maxiell (25, PF) vorzeitig. Traden Chauncey Billups (32, PG), Antonio McDyess (34, PF) und Cheikh Samb (24, C) gegen Allen Iverson (33, G).

- Chicago Bulls: verpflichten Michael Ruffin (31, PF-C).

- Boston Celtics: ernennen Danny Ainge zum President of basketball operations. Nehmen die Option auf ein viertes Vertragsjahr mit Rajon Rondo (22, PG) wahr.

- Denver Nuggets: entlassen Juwan Howard (35, PF). Nutzen die Option, um Renaldo Balkman (24, F) für sein viertes Vertragsjahr an ihre Mannschaft zu binden.

- Golden State Warriors: sichern sich die Dienste von Marco Belinelli (22, SG) und Brandan Wright (21, PF) vorzeitig für ein drittes Jahr. Setzen nicht die Option für Marcus Williams' viertes Vertragsjahr um. Verlängern Don Nelsons Kontrakt vorzeitig.

- Los Angeles Lakers: binden Andrew Bynum (21, C) für vier zusätzliche Jahre an sich. Entlassen Coby Karl (25, SG).

- Minnesota Timberwolves: optieren für ein drittes Jahr mit Corey Brewer (22, SG-SF) und ein viertes Jahr mit Randy Foye (25, SG).

- Portland Trailblazers: verlängern vorzeitig mit Martell Webster (21, SG-SF).

- San Antonio Spurs: entscheiden sich für ein drittes Jahr mit Ian Mahinmi (21, PF-C). Entlassen Malik Hairston (21, F).

Iverson gibt sich den Kolben - Notizen

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- so geht Rebuild auf hohem Niveau! - Jawohl.

- Nach der Verlängerung des Vertrags mit Jason Maxiell hatte ich am 30. Oktober geschrieben: Der sanfte Umbau dieses Championship-Rosters hat begonnen. An Sänfte ist nur wenig verloren gegangen, den Umbau lässt Dumars, der nun zum mächtigsten GM der Eastern Conference aufgestiegen ist, kühl weiterlaufen.

- Die - meinem bescheidenem Überblick nach - führenden deutschsprachigen Beiträge zum Thema sind nachzulesen im sportsreport:

Möglicherweise, und das ist sozusagen das spekulative Zubrot, wird Detroit sogar dieses Jahr durch Iverson’s frischen Wind in den Ost-Playoffs besser zu Recht kommen und um den Einzug in die Finals mitspielen. Damit ist auch schnell gesagt worin der Zugewinn für Allen Iverson steht. Er wechselt erneut zu einer Traditionsfranchise und verbessert zu dem seince Chancen auf einer erneute Finalteilnahme gegenüber dem Wahnsinns-Competition im Westen erheblich.

Außerdem in Blog-a-Nugget:

Auch wenn Iverson in Denver immer gern gesehen war, ein Fanliebling war (vorallem auch viele Fans nach Denver brachte) und immer sein letztes Hemd für die Nuggets gab, war es einfach an der Zeit für ihn zu gehen. Ich möchte hiermit noch ein letztes Mal meinen allergrößten Respekt an Allen zollen und mich bedanken für schöne zwei Jahre mit dem Duo Iverson und Anthony, das in der Regular Season stets zu überzeugen wusste, in der Preseason aber zum Versagen verurteilt war.

Und auch beim unvergleichlichen Jürgen Kalwa:

So viel steht fest: Der Mythos Iverson ist einfach nicht totzukriegen.

- Der Deal: Allen Iverson (33) wechselt für Chauncey Billups (32), Antonio McDyess (34) und Cheikh Samb (24) zu den Detroit Pistons.

- Wo war Billups bereits 1999-00 als Profi aktiv? Bei den Nuggets. An welchem College spielte er? University of Colorado. Wo ist Billups geboren? In Denver. Zack, das nenne ich einen Heimvorteil von Hause aus.

- Mr. Stuckey, Sie sind ab sofort Starter des fünffachen EC-Finalisten! Mark Warkentien, ein Executive der Denver Nuggets, sah in Stuckey gar den Schlüssel zum Trade: Two teams had one common problem, or challenge. I think the Pistons looked at Stuckey and saw him as the point guard of tomorrow, and you have an All-Star in Chauncey who was in his way. [...] We're just thrilled with the way J.R. [Smith] is progressing and he had a Hall of Famer in front of him. You understand the motivation of both teams. Allerdings besteht auch die Chance, dass Rip Hamilton und AI den neuen Backcourt der Pistons bilden.

- Der große Profiteur des Trades: Carmelo Anthony (Chad Ford sieht das ähnlich und hebt besonders die verbesserten Möglichkeiten Melos in der Midpost Area hervor). Und außerdem das Management der Nuggets, das seine Kostenreduzierungstour, angefangen beim Verschenken Marcus Cambys, fortsetzt.

- Phoenix, Portland oder Dallas - welches dieser drei Teams wird seinen Playoffplatz an Denver verlieren?

- Amir Johnson und Jason Maxiell: beide werden in Zukunft +20 Minuten spielen dürfen. Es sei denn, McDyess kommt in einem Monat wieder zurück nach Motown, denn The Nuggets are expected to waive the 34-year-old McDyess. McDyess has no interest in playing for any team other than the Pistons, meaning he could choose to retire or negotiate a contract buyout with Denver.

- Pistons-GM Joe Dumars darf sich nun zwei Jahre lang in Gerüchten sonnen, dass er im Sommer 2010 LeBron James verpflichten wird. Seinen Job hat er bis dahin jedenfalls sicher.

- Statt KEINEM Point Guard haben die Nuggets einen Starter auf der 1 & 2 sowie jeweils einen veritablen Backup auf der 1 & 2.

- Iversons Vertrag läuft mit Ablauf dieser Saison aus. Das tut niemandem weh.

- Iverson war nie in seiner Karriere von so guten Rollenspielern umgeben. Er ist nun go-to-guy in einem Team, das Ambitionen hegt, die EC-Finals 2009 zu erreichen. Die Pistons haben endlich einen Offensivspieler, der in 1-on-1-Situationen unberechenbar ist und ein Spiel jederzeit an sich reißen kann, einer, der LeBron James oder Paul Pierce oder auch Joe Johnson (?) in Spiel 7 die kalte Schnauze zeigt.

- Dumars ist mit dieser Transaktion einerseits kein (!) Risiko eingegangen, andererseits hat er für das Hier und Jetzt (AI > Billups) und gleichzeitig für die Zukunft (minus 34 Millionen $ Cap ab Juli 2009) gesorgt - ein Kunststück.

Montag, 3. November 2008

Warum NBAler Barack Obama wählen - eine Auswahl

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Adonal Foyle:

Yeah, I believe the time has come for somebody who is able to really transform the political spectrum. Politics, as it is today, has become very frightening. When you look at what has happened in the last eight years and our standing in the world, we need someone who is willing to engage the American people, but also bring them together and try not to make this into a red state vs. blue state. We need somebody who can rise above that. I believe Senator Obama can do that.


Kevin Garnett & T-Mac:

CHANGE IS NEEDED VOTE ‘08


LeBron James:

I want everybody in here, moms, dads, aunts, uncles to get out and vote. November fourth is the most important day of our lives.


Stephon Marbury:

Look at Obama. You feel him. We feel him. You can feel his spirit when he speaks.


Baron Davis:

His ideas about recharging our education system by investing in early education and raising teacher's salaries were seriously inspiring. It's what I try to provide with my non-profit, TeamPlay, teaching kids leadership skills that show them the right way out of the cycle of poverty and violence. I wouldn't be where I am today without the teachers and mentors who showed me positive definition of success. And Barak is planning to do it across the whole country. INCREDIBLE

Nicole Scherzinger kann nicht nur mit Lewis Hamilton... [3:47 min]

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...sondern auch mit LeBron James:



[via]

Pierce wählt Obama, ziert ein Cover, könnte seine Karriere in Griechenland beenden und möchte ansonsten für immer in Boston bleiben

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Nun ist's raus: Paul Pierce - übrigens bester Spieler der Welt :-P - gibt seine Stimme für Barack Obama ab. Grund:

Ich denke es wäre großartig den ersten schwarzen Präsidenten erleben zu dürfen. Ich wähle ihn nicht (nur) aufgrund seiner Hautfarbe, sondern (außerdem) weil ich meine, dass die Veränderung, die er als Demokrat bringt, mehr bewirken wird als das, was die Republikaner zu bieten haben.

Das verriet Pierce dem Boston Common, dessen aktuelles Cover er besetzt - schaut selbst. Pierce hat auch angekündigt, nach seiner Zeit als Profispieler in Boston zu bleiben. Er plane eine Restaurantkette oder ein Autohaus zu eröffnen, jedenfalls etwas Bleibendes. Auch seine seit je ausgepägten Aktivitäten in der Community, d.h. Jugendarbeit etc., dürften so intensiviert werden. Unterbrochen werde könnte die Anwesenheit Pierces vor Ort durch ein oder zwei Jahre in Griechenland, denn Pierce könne sich durchaus vorstellen, drüben in der obersten Basketballliga zu spielen - der Meister in eigenen Worten:

Was Euer Land angeht, habe ich ein sehr gutes Gefühl. Es gibt eine Menge Griechen hier in Boston. Auch in Kalifornien, wo ich aufwuchs. Auch einer unser Tutoren ist Grieche, Pete Chrisafidis. Deswegen und auch weil ich es liebe zu reisen, würde ich nicht ablehnen dort - nach Ablauf meines Vertrags in Boston - zu spielen. Meine Karriere also in Griechenland beenden. In Rente gehen. Oder wenn ihr mich nicht wollt, in ein anderes Land in Europa gehen.

Pierces aktueller Vertrag bei den Celtics läuft bis Ende Juni 2011.

Sonntag, 2. November 2008

Danny Granger: tausche zwei Schneidezähne gegen Sieg

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Zugegeben, mit diesem Post bin ich etwas spät dran, aber nachdem letzte Nacht die Celtics - vergangene Saison beste Auswärtsmannschaft der NBA - die Begegnung gegen die gastgebenden Pacers verloren hatten, stand für den Einsatz der Hausherren ein Bild besser als alle Stats zusammen: Danny Granger, der erst am Freitag seinen Vertrag in Indiana vorzeitig verlängerte. Passend dazu die Erklärung Doc Rivers' zum Sieg der Pacers:

I don’t know if it was them or us, but let’s give it to them. They just played so much harder than us and that’s rare for us. They really moved the ball, which we didn’t do, and that’s rare for us. One thing we’re going to learn is we can’t come out flat, because we are going to get every team’s best. And, if we come out flat, we are going to get our butts whipped, and that’s what happened.

Übrigens haben die Celtics ihre acht letzten Spiele, die einem Spiel am Abend zuvor folgten (d. h. 24/2-Rhythmus), gewinnen können. Wertlose Statistik? Nicht ganz, denn der Riss in dieser Serie sorgte in einschlägigen Foren für Aufregung.

Hip und falsch: Oden-Bashing

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Wenn man Greg Oden vor dem Draft 2007 gefragt hätte, was er und Sam Bowie gemeinsam haben, dann hätte Oden sinngemäß antworten können: Ich hoffe nichts. Und schaut man genauer man, hätte Oden damit Recht behalten: zwar wurden beide von den Trailblazers gedraftet und wurden beide im ersten Jahr ihrer NBA-Zugehörigkeit nicht ROY sondern vielmehr vor dem ROY (Michael Jordan bzw. Kevin Durant) gezogen, aber ansonsten? Oden hat noch lange nicht bewiesen, dass er ein Flop ist, eine Fehlgriff, den nun viele in ihm sehen. Es besteht eine nur geringe Chance, dass Odens Physis keine NBA-Reife besitzt: die Knieoperation, der er sich im September 2007 unterziehen hat müssen, hätte jedem anderen auch ereilen können, wobei aber der Regenerationsprozess der big men (Oden misst 2.13 m) länger dauert als bei z.B. Point Guards. Oden hat kein kaputtes rechtes Knie, nein, damals kam ein Bereich von der Größe einer Fingerspitze unter's Messer. Was das Portlander Management damals ankündigte, nämlich dass dies aller Voraussicht nach einen einmaligen und vor allem vorsorglichen Eingriff darstellt, hat sich bestätigt - Oden hätte damals spielen können, auch in der Regular Season. Dass er nun erneut ausfällt - Grund ist eine Fußverletzung, genau eine mid-foot avulsion fracture - ist wiederum Pech. Ernster müsste man die Lage sehen, wenn Odens Knie der Belastung nicht standgehalten hätten. Aber wie sagte Oden selbst vor knapp zwei Wochen:

My knee is good. I have no problems with it. My body feels great. I’m having no problems at all.

Nun haben sich prominente Journalisten zur Verletzung Odens geäußert - fast durchweg negativ, stellvertretend sei hier Johnny Ludden zitiert:

Here’s what the Blazers do know: They can’t depend on their young center. Not yet, at least. Maybe not ever. He’s 20 years old, and his injury history is beginning to read like that of a 12-year veteran. He missed the start of his one season at Ohio State after having surgery on his right wrist. He missed all of his first season in Portland after having microfracture surgery on his right knee. He suffered a mild right ankle sprain last month at the start of training camp. [...] He had waited nearly a year and a half to make his NBA debut, and for what? Three plays?

Mich ärgern diese Beiträge. Und ich halte auch wenig von den Leuten, die nun wieder folgende Argumente ins Feld werfen:

- Oden sei sicher ein herrausragender College-Spieler gewesen, aber niemand, dem man alle zwei Tage ein 2 bis 3 Stunden dauerndes Profispiel zumuten könne. Die frühen Ausfälle seien sicheres Indiz für eine unzureichende Physis.

- Executives, die nun wieder befragt wurden, warum sie Oden damals nicht hätten draften wollen, verweisen auf den medizinischen Check, dem sich Oden vor dem Draft unterziehen musste und der fiel für Oden nicht sehr schmeichelhaft aus, unter anderem ist sein rechtes Bein etwas länger als sein linkes Bein, was lang- und auch mittelfristig zu Rücken- und Hüftbeschwerden führen kann.

- Oden wiegt zu viel und belastet damit seine Physis. Gleichzeitig kann Oden ohne seine vielen Muskeln nicht der Spieler werden, zu dem er veranlagt ist.

Vergessen wir nicht: Oden hatte gegen die Lakers sein erstes NBA-Spiel, d.h. viel Adrenalin, eine wegen der Aufregung vielleicht mangelhafte Vorbereitung direkt vor Spielbeginn, er hatte mit Bynum und Gasol Gegenspieler, gegen die man schlecht aussehen darf. Vergessen wir auch nicht Amare Stoudemires Geschichte. Oder die von Zydrunas Ilgauskas. Oder auch Andrew Bynum. Yao Ming - mit Abzügen. Übersehen wir nicht die großartige Arbeitsethik Odens. Und welche Verletzung hatte Oden 2x oder öfter? Keine. Durchschnittlich 13 Punkte und 10 Rebounds prognostiziert Blazersedge Oden in seiner Rookie-Saison - vielleicht schafft er's in 70 Spielen und mehr, denn an diesem Wert wird er sich messen lassen müssen.